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Max Böhnel
19.05.2012

Chicago wird belagert

Antikriegsbündnisse rufen zu Protesten auf

Einen Vorgeschmack darauf, was Chicago in den kommenden Tagen erleben wird, bekamen am Donnerstag Friedensaktivisten, die vor ausländischen Konsulaten Kundgebungen gegen die NATO abhielten. Ein dichter Polizeikordon hielt die Demonstranten davon ab, auf die Straße zu treten. Jedes Konsulat war auf einmal »geschlossen«. Als Tobias Pflüger und die linke Bundestagsabgeordnete Inge Höger als Vertreter der deutschen Antikriegsbewegung dem deutschen Konsul ein Schreiben überreichen wollten, wurden sie schon am Eingang darauf hingewiesen, dass sie keinen Zutritt hätten.

Von Freitag bis Montag werden Friedens- und Antikriegsbündnisse, darunter 39 USA-weite Organisationen, ungeachtet dessen auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Im nördlichen Chicago, eine gute halbe Stunde vom NATO-Hochsicherheitsbereich im Stadtzentrum entfernt, tagt der »Gegengipfel für Frieden und soziale Gerechtigkeit«. 28 Workshops gehen allen Fragen nach, die NATO-Kritiker und -skeptiker bewegen: Welche Rolle spielt das Militärbündnis in der Wirtschaftskrise, was bezweckt die NATO-Raketenabwehr, wie steht es um die Atomwaffen weltweit? Außerdem geht es um die Rolle der EU in der NATO-Strategie, den Afghanistankrieg und die Drohnenangriffe. Zum Abschlussplenum am Sonnabend werden der prominente USA-Friedensaktivist Tom Hayden und Suraia Sahar von »Afghans for Peace« erwartet.

Am Sonntag soll eine Demonstration, auf der Bürgerrechtler Jesse Jackson sprechen wird, nur wenige Straßenblöcke von der NATO-Tagung entfernt stattfinden. Chicagos Massenmedien warnen bereits, ohne einen blassen Schimmer zu haben, vor »Anarchisten«. Die Stadt hat die Schließung von Schulen und Straßen angekündigt - und diese Maßnahmen sowohl auf Sicherheitserfordernisse wie auf »die Protestierer« zurückgeführt.

Zum Blog: Eine Zukunft ohne NATO von Max Böhnel

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