Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
21.05.2012

Trauma

Einwurf von Alexander Ludewig

Geschichte wiederholt sich. Vergleiche mit anderen deutschen Vereinen lehnt der FC Bayern aus seinem Selbstverständnis und ob seiner erfolgreichen Historie ab. Doch nach der Niederlage im Finale der Champions League fällt der Blick unweigerlich zehn Jahre zurück.

»So schlimm ist es noch nicht, dass wir uns mit Leverkusen vergleichen müssen«, spottete Münchens Manager Christian Nerlinger vor fünf Wochen nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund. Damit war die Meisterschaft verloren. Auf den Tag genau einen Monat später folgte die Pokalklatsche gegen den BVB. Nun ist, nach dem Elfmeter-K.o. gegen Chelsea, auch der letzte von drei möglichen Titeln verspielt. Vize-Bayern! Nicht nur die simple Tatsache, sondern auch die Tragik des Scheiterns verbindet die Münchner unweigerlich mit dem Leverkusener Team aus dem Jahr 2002.

Für Nerlinger ist aus dem Traum vom Finalsieg im heimischen Stadion ein »Alptraum« geworden. Doch womöglich ist es noch schlimmer. Bayer Leverkusen erlebte in der Folgesaison einen unglaublichen Absturz und wäre fast abgestiegen. Ganz so hart wird es den FC Bayern sicherlich nicht erwischen. Ein schnelles Erwachen aus dem Alptraum ist ihm zu wünschen. Doch auch die Gefahr, dass aus dem Traum ein Trauma wird, besteht. So fokussiert waren sie auf das »Finale dahoam«, auf den Titel, auf den Pokal.

Und nun? Nun sind sie allesamt in ein tiefes dunkles Loch gefallen, in dem nur absolute Leere und Bitterkeit sie umgeben. In jedem Gesicht war es zu erkennen, aus jedem Mund zu hören. Eine Lösung, das zu verarbeiten, hatte so kurz danach noch niemand. »Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Es wird auf jeden Fall sehr lange dauern«, sagte Nerlinger.

Vielleicht bietet dem ein oder anderen Spieler die Europameisterschaft die Chance zur emotionalen Erholung. Aber die schrecklichen Erinnerungen haften eben am roten Trikot des FC Bayern. Zumal sich die Münchner auch nicht mehr an der nationalen Vormachtstellung laben können. Die zweite titellose Saison in Folge nagt am erfolgsverwöhnten Rekordmeister.

Selbst Uli Hoeneß, seit über 40 Jahren als Spieler, Manager und Präsident beim FC Bayern, »weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll«. Aber zumindest hat er eine Idee, wenn auch keine sehr kreative: »Wir werden unsere Mannschaft so lange verstärken, bis wir wieder alleine an der Spitze sind. Wir haben das Geld dazu.« Und das Beispiel Chelsea zeigt ja: Geld schießt manchmal eben doch Tore. Alexander Ludewig

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken