Max Böhnel, Chicago 22.05.2012 / Ausland

Die NATO rüstet auf

Massenprotest beim Chicago-Gipfel gegen Kriegseinsätze und Raketenabwehr

Die Proteste gegen den NATO-Gipfel gingen auch am Montag weiter. Zum Auftakt hatte Chicago die größten Anti-NATO-Demonstration der USA erlebt. Der Pakt beschloss den Start seiner Raketenabwehr in Europa und eine engere Kooperation bei Rüstungsprojekten. Im Zentrum des zweiten Gipfeltages stand der Afghanistan-Rückzug.

Tag 1 des Chicagoer NATO-Gipfels endete mit der offiziellen Erklärung, der umstrittene Raketenschild werde nun in seine erste Betriebsphase gehen. Bis 2020 soll das System aus Radaranlagen und Abfangraketen vollständig ausgebaut sein. Noch wenige Stunden zuvor hatte Russland erneut vor dem Schritt gewarnt, da er die nukleare Zweitschlagskapazität Moskaus neutralisiere. Davon unbenommen erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle in Chicago, es handele sich »nicht um ein Projekt gegen Russland«. Man wolle vielmehr gemeinsam die »europäischen Sicherheit insgesamt voranbringen«. Aus dem hermetisch abgeriegelten Tagungsgelände wurden weitere Beschlüsse verlautbart: 13 NATO-Staaten, darunter auch Deutschland, werden ein massives Drohnen-Programm namens »Alliance Ground Surveillance« in Auftrag geben.

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