23.05.2012

Spannung und Unruhe prägen Libanon

Straßenblockaden und Artilleriefeuer

Beirut/Istanbul (dpa/nd). Die Lage in Libanon bleibt angespannt. Am Dienstag blockierten wütende Anwohner in der nördlichen Region Akkar Straßen mit brennenden Autoreifen und Sandsäcken. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, die Schulen in dem Gebiet seien geschlossen worden. Am Montagabend hatte es erneut vereinzelt Artilleriefeuer in der nördlichen Stadt Tripoli gegeben, in der Sunniten und alawitische Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in zwei benachbarten Vierteln leben.

In der Nacht zum Montag waren bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Assad-Anhängern und Sunniten in Beirut zwei Menschen getötet worden. Anlass für die Gewalt war der Tod von zwei sunnitischen Geistlichen. Sie waren am Sonntag an einer vom Militär kontrollierten Straßensperre im Norden des Landes erschossen worden.

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