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Von Matthias Koch, Babelsberg
25.05.2012

Potsdam vor viertem Titel in Folge

Turbine kann im Ostderby gegen Lok Leipzig kein Mitleid zeigen

Nein, Bernd Schröder hat sich für die Meisterschale noch nicht in Schale geworfen. Der Trainer der Fußballerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam wehrt alle vorzeitigen Glückwünsche zum Gewinn des Meistertitels vor dem Ende des letzten Punktspiels am Pfingstmontag (14 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) gegen Schlusslicht 1. FC Lok Leipzig ab. »Ich bin ein anderer Typ. Ich lebe nicht im Konjunktiv. Ich kann die Frage noch nicht beantworten, ob wir Deutscher Meister werden«, sagt der 69-Jährige vor dem spannenden Fernduell mit dem VfL Wolfsburg.

Potsdam führt vor dem Saisonfinale mit 53 Punkten die Tabelle an. Die Wolfsburgerinnen, die beim Tabellenfünften Essen-Schönebeck antreten müssen, liegen einen Zähler dahinter. Potsdam hat zum Schluss jedoch die leichtere Aufgabe, auch wenn Leipzig (13 Punkte) im Ringen um den Klassenerhalt im Falle eines Sieges noch an Bayer Leverkusen (14) oder dem USV Jena (15) vorbeiziehen könnte. Durch den freiwilligen Rückzug des Hamburger SV gibt es im Oberhaus nur noch einen Absteiger. »Für Lok haben sich die Chancen dadurch aber nicht verbessert. Aus eigener Kraft kann es Leipzig nicht mehr schaffen«, sagt Bernd Schröder, der in den 60er Jahren als Torhüter bei Lok Leipzig aktiv war.

Mitleid mit dem Ostrivalen werden aber weder Schröder noch seine Frauen zeigen können. »Nach den Siegen gegen Frankfurt und in Duisburg sind wir sehr selbstbewusst«, sagt Schröder. »Normalerweise müssten wir Leipzig vom Platz fegen.« Schröder verweist trotz des 7:0-Hinspielsieges allerdings darauf, dass seine Elf schon zweimal in dieser Saison von Vertretungen aus der unteren Tabellenhälfte unangenehm überrascht wurde. Beim HSV und daheim gegen Leverkusen reichte es für Potsdam jeweils nur zu einem 1:1.

Die Ausgangsbedingungen für Turbines sechsten gesamtdeutschen Meistertitel sind jedoch perfekt. »Wir sind Favorit. Wir erwarten sehr viele Zuschauer«, sagt Schröder. »Wenn alles glatt läuft, stellen wir nach dem Abpfiff die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren, den meisten erzielten Treffern und der Torschützenkönigin.« Auch um die Torjägerkrone gibt es ein Fernduell mit Wolfsburg. Derzeit liegen die Potsdamerin Genoveva Anonma und VfL-Stürmerin Conny Pohlers (jeweils 20 Tore) auf Augenhöhe. Vorrang für Turbine hat jedoch eindeutig der Meistertitel.

Es wäre der vierte in Folge. Blumen gibt es schon vor dem Anpfiff. Mit Babett Peter, Bianca Schmidt (beide 1. FFC Frankfurt) und Viola Odebrecht (VfL Wolfsburg) werden drei Nationalspielerinnen verabschiedet.

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