Von Ariane Mann
25.05.2012

Pelageya, City und Wyssozki

Zum 6. Mal Deutsch-Russische Festtage vom 8. bis 10. Juni auf der Trabrennbahn Karlshorst

7146d9aa76ae1fd58838e4521226af92.jpg
Marina Devyatova – umjubelt auf der Freilichtbühne im Vorjahr

»In diesem Jahr bekommen die Deutsch-Russischen Festtage noch etwas mehr Bedeutung als in den vergangenen«, verspricht Steffen Schwarz, Vorsitzender des gemeinnützigen Veranstaltervereins Deutsch-Russische Festtage e.V. vor Journalisten im Russischen Haus der Wissenschaften und Kultur. »Die Festtage sind Bestandteil und Beginn einer ganzen Reihe von Veranstaltungen des Russlandjahres in Deutschland 2012-2013.«

Ein Höhepunkt wird über das Wochenende vom 8. bis 10. Juni das dreitägige Kulturfest auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst an der Treskowallee 129. »Die beliebte Mischung aus Information, Unterhaltung, Literatur, Sport und Attraktionen sowie kulinarischen Spezialitäten wird sicher wieder wie in den letzten Jahren 150 000 Besucher anziehen.«

Glanzpunkte gibt es viele und das in jedem Bereich - ob nun Literatur, Sport, Theater, Tourismus, Film oder Bildung. Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend wird die 1986 in Novosibirsk geborene Sängerin Pelageya mit russischen Volksliedern im neuen Gewand gleichermaßen alte und junge Besucher begeistern. Dabei sein wird auch die Ostrock-Band City, die 2012 ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, sowie Trio Bravo mit Dirk Zöllner. Letzter liest zuvor im Literaturzelt aus seinem Buch »Die fernen Inseln des Glücks«.

Vieles, was die Zuschauer erfreue, werde es auch diesmal geben - das Jazzfestival, die Lesungen rund um die Uhr von deutschen und russischen Autoren im Literatur-Kreml, die Künstlermeile »Arbat« oder die erwarteten Infostände der Vereine und Initiativen. »Aber einiges ist neu im Russlandjahr«, meint Friedemann Grase vom Verein. Erstmalig gibt es eine Theaterbühne, wo russisch- und deutschsprachige Stücke aufgeführt werden.

Neu ist auch ein Filmfest, das schon am 6. Juni im Russischen Haus eröffnet wird. »Auf dem Festtagsgelände zeigen wir im Tourismusschiff Kurz- und Dokumentationsfilme sowie eine Zusammenstellung aus 100 Jahren Animationsfilm«, meint Swetlana Slapke. Die Veranstalter wollen dabei hohen Ansprüchen an Bildung verbunden mit Unterhaltung und Aufklärung gerecht werden. Sie bringen Filme über Puschkin, Gogol und andere preisgekrönte Streifen zur Premiere mit. An die Vorführungen in Originalsprache mit Untertiteln schließen sich Gespräche mit den Machern an. Die traditionelle Filmnacht am Sonnabend - in Kooperation mit der Russischen Filmwoche - zeigt den Spielfilm »Wyssozki - Danke, für mein Leben«.

Sportlich ist immer viel los. Vor allem Familien mit Kindern werden zahlreiche Mitmachaktionen geboten, die nichts kosten. Da wird geboxt, Schach gespielt, gibt es das Fußballturnier, zu dem man sich auch noch vor Ort anmelden kann, und Tischtenniswettkämpfe zwischen deutschen und russischen Mädchen. Auch Judo-Mannschaften treten gegeneinander an. Die Sportler kommen aus der Berliner Partnerstadt Moskau sowie aus Kaliningrad, der Partnerstadt des gastgebenden Bezirks Lichtenberg. Im Jahr der Fussball-EM und mit Blick auf Olympia 2014 heißt das Thema einer Podiumsdiskussion mit Videobrücke nach Moskau »Integration durch Sport« (6. Juni, 11 Uhr, Satellite Office, Friedrichstraße 200).

Zur Russischen Rocknacht werden so populäre Bands wie »BI-2« aus Moskau und »Averoplan« erwartet und mit »Nogu Svelo« klingen die Festtage am Sonntagabend aus. Das Kulturfest zum Sommeranfang und ohne Eintrittsgebühr bedarf bei vielen Besuchern keiner Werbung mehr. Die russischsprachige Gemeinschaft in Berlin hat das Fest als das ihrige angenommen. Auch Gäste aus München oder Stuttgart kommen extra zu den Festtagen in die Hauptstadt.

Programm: www.drf.berlin.de

Werbung in eigener Sache

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken