Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

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Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

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Wir hoffen, dass viele LeserInnen zu dem Entschluss kommen: Linker Journalismus ist mir etwas wert!

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29.05.2012
Tagesglosse

Unten links

Gestern bot der Fernsehsender Arte einen Thementag, bei dem keine Farbfilme gezeigt werden durften. Das Motto lautete: »Schwarzweiß hat viele Farben.« Würde dies auf alle anderen Sender übertragen, stünden uns gute Zeiten bevor. Von der schwarz-gelben Koalition dürfte kein FDP-Mann mehr auftreten - man stelle sich das vor: Ein ganzer Tag ohne Brüderle, welch ein Geschenkle! Den ständig nervenden Experten, den Quotenjägern, den Talkshowinisten, Arnulf Baring und Tim Mälzer wäre der Bildschirm auch verboten: Die treiben‘s gar zu bunt. Die grüne Claudia dürfte nur noch im Radio grienen. Endgültig vorbei wäre es mit der Behauptung der Linkspartei, sie sei einer Medienkampagne ausgesetzt. Denn womöglich würden überhaupt nur noch Linke im Fernsehen auftauchen. Sie sind bekanntlich beim Blick auf die kapitalistische Gesellschaft meisterliche Schwarzweiß-Maler. Zudem: Innerparteilich weiß keiner, wie es weitergeht, und viele sehen schwarz. hades

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