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30.05.2012
Jerusalem

Enger verbunden denn je

Bundespräsident Gauck betont Freundschaft mit Israel

Bundespräsident Joachim Gauck hat am ersten Tag seines Besuchs in Israel die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Staat Israel betont.

Jerusalem (dpa/nd). »Israel und Deutschland sind enger verbunden als jemals zuvor«, sagte Gauck am Dienstag beim Empfang durch seinen israelischen Amtskollegen Schimon Peres in Jerusalem. Israel müsse in Frieden und in gesicherten Grenzen leben können, erklärte der Bundespräsident in einem Interview der Zeitung »Haaretz«. Beunruhigt zeigte sich Gauck über das mögliche iranische Atomwaffenprogramm. »Dies ist eine Bedrohung nicht nur für Israel, sondern eine potenzielle Gefahr auch für Europa. Verhandlungen müssen konkrete Ergebnisse bringen«, forderte Gauck. Zugleich verwies er auf die Verantwortung Deutschlands für Israel: »Das Eintreten für die Sicherheit und das Existenzrecht Israels ist für die deutsche Politik bestimmend.«

Auch der »arabische Frühling« gebe Anlass zu Sorge. »Ich verstehe Israels Ängste, da bisher unklar ist, ob die Revolten in den arabischen Ländern von Dauer sein und welche Richtung sie nehmen werden«, zitierte die Zeitung »Times of Israel« Joachim Gauck.

Trotz seiner Feststellung, dass beide Länder enger denn je verbunden seien, äußerte sich der Bundespräsident auch besorgt über eine immer kritischere Haltung vieler Deutscher zu Israel. »Ohne Umfragen überzubewerten: Als Freund Israels besorgen mich die Ergebnisse dennoch«, antwortete er der Zeitung »Haaretz« auf eine Frage nach dem sinkenden Ansehen Israels in Deutschland. Eine Erhebung hatte kürzlich ergeben, dass 70 Prozent der Deutschen Israel vorwerfen, seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Völker zu verfolgen und 59 Prozent die israelische Politik für aggressiv halten.

Die Äußerungen von Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Israel bedrohe den Weltfrieden, bezeichnete Gauck als dessen persönliche Meinung. Sie entspreche jedoch nicht der deutschen Politik. »Wir treten dafür ein, dass Israel in Frieden und in gesicherten Grenzen leben kann«, betonte Gauck. Dafür sei die Zwei-Staaten-Lösung und die Berücksichtigung der »berechtigten Anliegen des palästinensischen Volkes« entscheidend.

Gauck legte einen Kranz am Grab von Theodor Herzl, des Begründers des modernen Zionismus, nieder. Zudem besuchte er die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. »Vergiss nicht, niemals, und steh zu dem Land, das hier derer gedenkt, die nicht leben durften«, schrieb er in das Gästebuch. Außerdem stand ein Treffen mit Überlebenden und Hinterbliebenen des Attentats auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 in München auf dem Programm.

Zum Abschluss der Reise wird Gauck heute auch die palästinensischen Gebiete besuchen. Die Visite in Israel ist der erste offizielle Staatsbesuch seiner Amtszeit und die erste Reise als Bundespräsident in ein außereuropäisches Land.

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