Oliver Eberhardt 01.06.2012 / Ausland

Feilen an der »Marke Gauck«

Nahostreise des Bundespräsidenten in ausgefahrenen Gleisen

Er sei sich sicher, dass Bundespräsident Gauck bei seinem Besuch in Israel die Herzen der Menschen zufliegen würden, hatte Außenminister Westerwelle gesagt. Dies ist nicht passiert: Der Staatsbesuch wurde von der israelischen Öffentlichkeit kaum wahr genommen.

Schon gleich nach Beginn, der Empfang bei Israels Staatsoberhaupt Schimon Peres war gerade vorbei, sorgte Bundespräsident Joachim Gauck für einen kleinen Eklat. Die Sicherheit und das Existenzrecht Israels seien bestimmend für die deutsche Politik, hatte der Präsident gesagt, und dann auf die Nachfrage von Journalisten, warum er nicht den Begriff »Staatsräson« benutzt habe, den Bundeskanzlerin Angela Merkel 2008 in einer Rede vor der Knesset verwendet hatte, nachgelegt: Er wolle nicht in »Kriegsszenarien« denken. Der Begriff »Staatsräson« könne für »enorme Schwierigkeiten« bei der politischen Umsetzung sorgen - Äußerungen, die für Zustimmung bei Deutschlands Opposition, Stirnrunzeln bei den Regierungsparteien sorgten - und in Israel einfach nur Schulterzucken hervor riefen.

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