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Brigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin
09.06.2012

Der Gänsefuß kommt selten allein

GARTEN: Schmückt, schmeckt, heilt und ist eine genügsame wie starke Pflanze - die Melde

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Rote Gartenmelde

Da hat er es aber gerade noch so geschafft, der Herr Mai, dass er nicht als Trockenmonat in meiner 2012er Gartengeschichte geführt werden muss: Am Abend seines letzten Tages rieb sich Regentrude endlich die Augen und legte im Halbschlaf auch gleich eine Nachtschicht ein, um Familie Flora auf sanfte Art mit dem ersehnten Nass zu beschenken und die Regentonnen wieder zu füllen. Allerdings muss ich nachsichtig mit ihr sein, schließlich hatte sie sich in anderen Gegenden ob der Wetterlage mehr als verausgaben müssen.

Gut zu beobachten war bei zwei Wochen ohne Regen wieder, wie wichtig ein bedeckter Boden ist - entweder durch Pflanzenwuchs oder durch eine Mulchdecke. Zu jenen, die mit Trockenheit sehr gut zurecht kommen, gehören eindeutig Gänsefußgewächse in Gestalt der Melde. Über hundert Arten gibt es als ein- und mehrjährige Kräuter und Sträucher. Es sind starke Pflanzen, die zum Teil als Erosionsschutz eingesetzt und auf kargen Böden als Futter angebaut werden können. Manche Art soll sogar dem Feuer trotzen können.

Atriplex hortensis, die Gartenmelde, zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon in der Antike wurde sie als Gemüse und Heilkraut angebaut. Tee aus frischer oder getrockneter Melde kann Stoffwechselstörungen sowie Lungen- und Nierenprobleme positiv beeinflussen. Sie macht sich auch gut in der Salatschüssel oder als Spinat. Dunkelroten Spinat bekommt man, wenn die Blätter der rotlaubigen Sorte nur kurz gedünstet werden; bei längerem Garen geht die Farbe ins Kochwasser. Da es verschiedenfarbige Sorten gibt (lindgrün, gelb, rot) kann es richtig bunt werden. Vier Sorten haben sich bei mir inzwischen angesiedelt. Wird Melde bei etwa 40 Zentimeter geerntet, indem die oberen 20 Zentimeter geschnitten werden, verzweigt sich die Pflanze. Man hat so immer wieder frische Blätter, die Vitamine B und C, Niacin, Kalium, Eisen und Magnesium liefern. Und das ohne große Ansprüche zu stellen. Natürlich ist die Gartenmelde ob ihrer farbigen Blätter auch eine auffällige Zierpflanze, die sich gut mit anderen Gewächsen kombinieren lässt. Und im nächsten Jahr ist sie wieder da, ganz ohne unser Zutun.

In diesem Monat ist es noch Zeit, zweijährige Blumen sowie Heil- und Kräuterpflanzen auszusäen. Wenn es sich um so imposante Erscheinungen wie Königs- und Nachtkerzen, Fingerhut oder Echter Steinklee handelt, ist es am besten, wenn die Samen an Ort und Stelle in die Erde kommen. Oder die vorgezogenen Pflanzen müssen früh im Herbst umgesetzt werden, um noch vor dem Winter fest Fuß fassen zu können. Wer noch Samen und Platz hat, kann jetzt auch noch einjährige Sommerblumen aussäen, wie Jungfer im Grünen, Wicken, Würztagetes.

Wer Kürbis liebt und außer den Früchten auch gern dessen Blüten isst, kann ihre Ernte vergrößern, indem der Haupttrieb nach den ersten, fünf, sechs Blättern gekappt wird. Dadurch wird das Wachsen von Seitensprossen gefördert und der Ansatz von Blüten vergrößert. Die an den langen Stängeln kann man ohnehin pflücken, weil es männliche Exemplare sind. Gefüllt mit herzhafter oder süßer Quark- oder Gemüsecreme sind sie eine dekorative Vor- oder Nachspeise. Sie schmecken aber auch ohne alles frisch gepflückt beim Spaziergang durch den Garten.

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