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Von Heinz Büse und Wolfgang Müller, dpa
13.06.2012

»Kuba« rettet die Gastgeber

Das muntere 1:1 zwischen Polen und Russland wird von Krawallen vor dem Spiel in Warschau überschattet

Ein Traumtor von Dortmunds Meisterspieler Jakub Blaszczykowski hat Polens Hoffnungen bei der Heim-EM gewahrt und den vorzeitigen Viertelfinaleinzug von Geheimfavorit Russland verhindert. Kapitän »Kuba« rettete den Gastgebern mit seinem herrlichen Fernschusstreffer in der 57. Minute am Dienstagabend in Warschau das 1:1 (0:1) gegen die Sbornaja. Dabei schienen die Russen im Prestigeduell vor 56 070 Zuschauern nach dem dritten Turniertor von Alan Dsagojew (37.) auf dem besten Weg, schon nach zwei Spieltagen den Sieg in Gruppe A perfekt zu machen.

Überschattet wurde die politisch brisante Partie von Krawallen in der Warschauer Innenstadt. Polnische Hooligans griffen russische Fans auf ihrem Weg zum Spiel an, mindestens elf Menschen wurden verletzt. Die Polizei nahm mehr als 100 Gewalttäter fest. Im Stadion provozierten die russischen Anhänger die Gastgeber mit einem Plakat mit Kriegs-Symbolik.

Unbeeindruckt davon erwischten die Polen den besseren Start. Trainer Franciszek Smuda hatte sein Team gut auf die russischen Angriffswirbler eingestellt, die zu Beginn die Leichtigkeit des 4:1 gegen Tschechien vermissen ließen. Die erste dicke Chance der Hausherren durch Sebastian Boenisch, konnte Russlands Keeper Wjatscheslaw Malafejew vereiteln.

Danach wurde es für den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark bei seinem ersten EM-Einsatz knifflig. Zunächst fiel der Russe Alexander Kerschakow nach einem Zweikampf im polnischen Strafraum, Stark ließ jedoch zurecht weiterspielen. Kurz darauf lag der Ergoldinger erneut richtig, als er bei einem Treffer von Polens Eugen Polanski Abseits pfiff.

Ein zu unplatzierter Kerschakow-Kopfball in der 25. Minute war dann für die Russen der Weckruf. In der Nacht vor dem Spiel hatten polnische Fans vor dem Hotel des Gegners noch kräftig Lärm gemacht, von Schlafentzug war aber spätestens in der 37. Minute nichts mehr zu spüren. Dsagojew verlängerte einen Freistoß von Andrej Arschawin aus sechs Metern zum 1:0 per Kopf ins Tor. Polens Ersatztorwart Przemyslaw Tyton, zum EM-Start noch Elfmeter-Held, war machtlos.

Anders als beim ernüchternden 1:1 gegen die Griechen zum Auftakt ging den Polen diesmal nicht die Luft aus. Im Gegenteil: Mit Willen und Laufbereitschaft kämpften sie sich zurück und brachten die Russen zunehmend in Verlegenheit. Lohn der Mühe war Blaszczykowskis herrlicher Ausgleich, als er aus 16 Metern den Ball halbhoch ins linke Toreck donnerte. Nun nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Kein Team gab sich mit dem Remis zufrieden, doch beide Torhüter vereitelten zahlreiche Chancen und sicherten damit die gerechte Punkteteilung.

Download: Spielplan und Ergebnisse

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