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Von Elisabeth Schlammerl, Gdansk
19.06.2012

Spanien zittert sich weiter

Der Titelverteidiger siegt mit Mühe 1:0 gegen Kroatien

Der Titelverteidiger ist weiter, aber hatte am Montag in Gdansk mit Kroatien mehr Mühe als erwartet und schaffte erst kurz vor Schluss den erlösenden Siegtreffer. Dank Jesus Navas gewann Spanien sein letztes Vorrundenspiel und zog vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw als Erster der Gruppe C ins Viertelfinale ein. Kroatien erwies sich zwar als unangenehmer Gegner, agierte aber im Angriff lange zu harmlos, um sich für die letzten Acht zu qualifizieren.

Spaniens Trainer Vicente del Bosque hatte keinen Grund gesehen, die Mannschaft gegenüber dem 4:0-Sieg über Irland zu verändern, sein Kollegen hingegen schon: Die Kroaten agierten defensiver als in den ersten beiden Spielen, um den kombinations- und ballsicheren Titelverteidiger weniger Raum zu bieten. Statt Nikica Jelavic, bisher zweiter Stürmer neben Mario Mandzukic, brachte Trainer Slaven Bilic den Verteidiger Damogoj Vida auf, dafür rückte Kapitän Darjio Srna aus der Viererkette ins rechte Mittelfeld. Anstelle des Dortmunders Ivan Perisic spielte der Noch-Bayern-Profi Danijel Pranjic auf der linken Seite.

Die Spanier hatten Schwierigkeiten, sich gegen die gut organisierte Kroaten durchzusetzen. Die Dominanz am Ball brachte nicht viel, weil der entscheidende Pass in die Spitze nur sehr selten ankam. Nach zwölf Minuten tauchte Iniesta im Strafraum aus, sein Flachschuss von halblinks war aber kein Problem für Kroatiens Schlussmann Stipe Pletikosa, zehn Minuten später konnte sich Fernando Torres zum ersten Mal in Szene setzen, kam aber nur aus ganz spitzen Winkel zum Abschluss, und wieder passte Pletikosa auf. Später versuchte es der Weltmeister dann mit Distanzschüssen, weil es kein Durchkommen gab. Gerard Pique und Sergio Ramas hatten aber auch damit kein Glück.

Die größte Aufregung der ersten Halbzeit gab es auf der anderen Seite. Da klärte Ramos in der 27. Minute im Strafraum vor Mandzukic, traf dabei allerdings auch den Fuß des Wolfsburgers. Der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark verweigerte jedoch den Elfmeterpfiff.

Weil in der anderen Partie Italien wie erwartet in Führung ging, hätten die Kroaten nach der Pause eigentlich ihre Offensivbemühungen verstärken müssen. Aber nur zögerlich gaben sie ihre abwartende Haltung auf. Die Spanier machte weiter wie bisher, spielten im Mittelfeld den Ball hin - und her und hofften darauf, dass der Gegner dieser eine Geniestreich nicht gelingen würde. In der 58. Minute wäre es aber fast so weit gewesen. Pranijc eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und schickte Modric auf rechts nach vorne. Der Spielmacher von Tottenham Hotspur flankte auf den zweiten Pfosten, wo Ivan Rakitic lauerte, aber der ehemalige Schalker köpfte den Ball auf Iker Casilas.

Dann hatte del Bosque genug von dem an diesem Tag schwachen Torres, er brachte nach einer Stunde den Mittelfeldspieler Jesus Navas. Der Wechsel sollte sich als Glücksgriff in der munteren Schlussphase erweisen. In der 88. Minute spielte Fabregas mit einem Heber die gesamte kroatische Abwehr aus, Iniesta gab den Ball an Navas - und der Profi vom FC Sevilla beendete mit dem 1:0 alle Zweifel. Der amtierende Europameister bleibt im Titelrennen, Kroatien muss nach Hause fahren.

Italiener kommen doch noch weiter

Die Italiener gaben sich bei ihrer Pflichtaufgabe gegen die bereits ausgeschiedenen Iren keine Blöße. Allerdings fiel der »Squadra Azzura« über weite Strecken nicht fiel ein, um den Abwehrriegel des Teams von Landsmann Giovanni Trapatoni zu durchbrechen. Erst das Kopfballtor von Antonio Cassano (35.) nach einem Eckball brachte Erleichterung. In der Schlussphase waren die Italiener dann überlegener, der eingewechselte Mario Balotelli setzte den 2:0-Schlusspunkt mit einem herrlichen Seitfallzieher.

Download: Spielplan und Ergebnisse

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