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Von Lars Reinefeld, dpa
21.06.2012

Glückliche Hand bewiesen

Mit den Tschechen Petr Jiracek und Vaclav Pilar sind zwei Wolfsburger Spieler ins Viertelfinale eingezogen

Zwei Wolfsburger mischen die Europameisterschaft auf. Die Tschechen Petr Jiracek und Vaclav Pilar zählen zu den ersten Gewinnern des Turniers. VfL-Trainer Felix Magath reibt sich bereits die Hände. Er hat mal wieder ein gutes Händchen bei Spielertransfers bewiesen.

Felix Magath kann die Fußball-Europameisterschaft so richtig genießen. Was der Trainer des VfL Wolfsburg von seinen Spielern zu sehen bekommt, macht Lust auf die nächste Bundesliga-Saison. Vor allem die Tschechen Petr Jiracek und Vaclav Pilar sorgen mit ihrem Team für Furore. Die Wolfsburger Flügelzange will nach Gastgeber Polen nun im Viertelfinale auch die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo in die Mangel nehmen.

Angst vor der Fußball-Diva von Real Madrid haben die Tschechen jedenfalls keine. »Messi ist besser«, sagte Pilar vor dem heutigen Duell in Warschau ziemlich frech. »Hut ab vor Ronaldo, der langfristig auf diesem Niveau wahnsinnig gut spielt, aber Messi gefällt mir noch mehr«, sagte der 23-Jährige, der vom tschechischen Spitzenklub Viktoria Plzen zu den »Wölfen« wechselt.

In der Heimat wird er bereits mit dem argentinischen Wunderknaben verglichen. Als der »tschechische Messi« in der Champions League mit Plzen auf das Original vom FC Barcelona traf, zeigte sich danach auch Barcelonas damaliger Trainer Pep Guardiola angetan von der Explosivität und Torgefährlichkeit Pilars.

Die Wölfe wollen mich

Durch seine beiden Treffer in der EM-Vorrunde gegen Griechenland und die russische Mannschaft ist der Marktwert des nur 1,70 Meter großen Fußballzwerges deutlich angestiegen. Einige Experten fragten Pilar daher bereits, ob er sich nicht zu früh für Wolfsburg entschieden habe. Schließlich könnte er nach den Auftritten in Polen sicher auch zu einem internationalem Spitzenklub wechseln. Doch der Turbodribbler wiegelte ab. »Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Der VfL ist eine Supermannschaft für mich«, meinte Pilar. »Es ist am wichtigsten, dass sie mich wollen, deswegen habe ich mich für die Wölfe entschieden.«

In der Tat hat Magath bereits seit langem ein Auge auf Pilar geworfen. Schon im Winter hätte der Wolfsburger Macher den Mittelfeldspieler gerne nach Niedersachsen geholt. Doch die komplizierte Situation um Pilars Vertragsrechte verhinderte einen vorzeitigen Wechsel. Jetzt kommt Pilar im Sommer und trifft in Petr Jiracek einen alten Bekannten aus dem Nationalteam. »Das wird mir helfen«, sagte Pilar.

Jiracek kam im Winter ebenfalls aus Plzen in die Autostadt und bestritt in der Rückrunde 13 Partien für die Grün-Weißen. Magath setzte den 26-Jährigen meist im defensiven Mittelfeld ein, wo der Lockenkopf auch im ersten EM-Spiel gegen Russland begann. Doch nach dem ernüchternden 1:4 der Tschechen stellte Nationaltrainer Michal Bilek um und versetzte Jiracek auf den rechten Flügel. Die Wolfsburger Flügelzange war geboren und führte die Tschechen mit ihren Treffern gegen Griechenland und Polen ins Viertelfinale.

Nach der Partie gegen Polen wurde Jiracek zum Spieler des Spiels gekürt. »Er war das Herz seines Teams. Er gab seinem Team die Energie«, lobte der ehemalige französische Weltmeister Patrick Vieira. Jiracek, der in der Öffentlichkeit sowieso wenig spricht, nahm die Ehrung schüchtern entgegen.

Seine Landsleute verglichen ihn nach seinen starken EM-Leistungen bereits mit dem tschechischen Fußballidol Pavel Nedved. »Das ist natürlich eine Ehre, aber ich denke, dass Pavel Nedved viel besser war als ich«, sagte Jiracek bescheiden. Aus Wolfsburg gab es ebenfalls viel Lob. »Natürlich bereiten mir ihre Auftritt große Freude«, sagte Magath der »Wolfsburger Allgemeine Zeitung«.

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