Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Karin Leukefeld
25.06.2012

Muslimbruder wird Präsident

Ägyptens Wahlkommission erklärte Mohammed Mursi zum Sieger

Gut 16 Monate nach dem Sturz Mubaraks ist in Ägypten der Muslimbruder Mohammed Mursi zum neuen Staatschef gewählt worden. Wie die Wahlkommission am Sonntag in Kairo mitteilte, ging der islamische Politiker aus der Stichwahl gegen Regierungschef Schafik als Sieger hervor.

Der neue ägyptische Präsident heißt Mohammed Mursi. Das teilte am Sonntagnachmittag Faruk Sultan, der Chef der Hohen Wahlkommission in Kairo mit. Mursi, ein Vertreter des politischen Islam, setzte sich gegen den früheren Regierungschef Ahmed Schafik durch. Von beiden Lagern waren Hunderte Klagen wegen Wahlfälschungen eingereicht worden. Die Wahlkommission hatte deswegen die Bekanntgabe des Ergebnisses auf den gestrigen Sonntag verschoben. Noch am Wahlabend hatten sich beide Männer zum Sieger erklärt und die Gegenseite beschuldigt, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Offiziell ist nun, dass Mursi mehr als 13.2 Millionen Stimmen (51,7 Prozent) erhielt, für Schafik entschieden sich 12,3 Millionen Wähler. Mehr als 800 000 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 51 Prozent. Das sind 26 Millionen Stimmen.

Für Unruhe hatte gesorgt, dass am Tag vor der Stichwahl der Oberste Gerichtshof das Parlament aufgelöst und erneute Wahlen angeordnet hatte. Damit verlor die Muslimbruderschaft in Form ihrer neu gegründeten »Partei für Freiheit und Gerechtigkeit«, die die Mehrheit gestellt hatte, ihre parlamentarische Machtposition. Gegen die Partei läuft zudem ein Verbotsverfahren.

Der Militärrat hatte sich daraufhin mit Ergänzungen zur bestehenden Verfassung zusätzliche Macht genehmigt und die Befugnisse eines neuen Präsidenten - egal aus welchem Lager - massiv eingeschränkt. Unbestätigten Berichten von US-Zeitungen zufolge soll Mursi sich mit Generälen getroffen haben, um über die Machtbefugnisse als Präsident zu verhandeln. Vor Tausenden Anhängern, die seit Tagen auf dem Tahrir-Platz für Mohammed Mursi demonstriert hatten, erklärten Vertreter der Muslimbruderschaft wiederholt, dass die Macht des Militärrates gebrochen werden müsse. Am 30. Juni wollen die Militärs die Macht offiziell an den neuen Präsidenten übergeben.

Wegen der Selbstermächtigung der Generäle bleibt der neue ägyptische Präsident ein schwacher Mann. Nur mit Zustimmung der Militärs darf er einen Krieg erklären. Auch über den Haushalt wollen die Militärs das letzte Wort haben. Die Militärs werden die legislative Macht behalten, bis ein neues Parlament gewählt sein wird. Und mit der Wiedereinsetzung des Nationalen Verteidigungsrates durch Feldmarschall Hussein Tantawi vor einer Woche bestimmen die Generäle auch weiterhin die nationale Sicherheitspolitik Ägyptens.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken