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27.06.2012

Der Hunger der Welt

Kommentar von Marti Ling

Die Welthungerhilfe feiert 2012 ihren 50. Geburtstag. Das ist kein reiner Grund zum Feiern, denn schließlich wäre es der Entwicklungsorganisation selbst am liebsten, wenn ihr Daseinsgrund verschwände: der namensstiftende Welthunger. Doch weit gefehlt: Allen Projekten mit dem Ansatz »Hilfe zur Selbsthilfe« zum Trotz bleibt die Zahl der Hungernden auf einem beschämend hohen Niveau: 925 Millionen Menschen, obwohl weltweit genügend Lebensmittel produziert werden, allein sie kommen nicht von selbst zu den Bedürftigen. Das ist eine Frage der Verteilungspolitik und in der Verteilungspolitik sind weltweit fast ausnahmslos die Weichen so gestellt, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Wer kein Einkommen hat, dem wird häufig nur in Hungerkrisen per Nothilfe geholfen, was für viele zu spät kommt.

Das tägliche Sterben von rund 30 000 Menschen an den Folgen von Unterernährung - meist Kinder unter fünf Jahren - ist so selten ein Thema wie die strukturellen Ursachen des Hungers jenseits politischer und wetterbedingter Krisen. Land wird zuerst Profitinteressen unterworfen. Der Investor hat allemal Vorrang vor dem Kleinbauern, was unzählige Konflikte nach sich zieht und mit dem Landraub reicher Investoren im Süden derzeit seine Fortsetzung findet. Der Hunger wird ohne eine globale Agrarreform nicht aus der Welt zu schaffen sein. Doch dafür müssten die Macht der Agrokonzerne gebrochen und der Weltagrarhandel viel stärker reguliert werden. Der politische Wille dazu ist nicht in Sicht.

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