Gelbe Karte für ein sittenwidriges Ansinnen

In Israel klagte ein bekannter Imbissketten-Betreiber gegen die Durchsetzung von Jugendschutz als Diskriminierung

Israels Jugendschützer gehen gegen McDonald's vor, weil das Unternehmen Jugendliche an Samstagen beschäftigt. McDonald's Geschäftsführer hat nun dagegen geklagt: Die Heranwachsenden würden durch das Verbot diskriminiert. Eine Farce mit ernstem Hintergrund.

Es gibt Orte in Israel, an denen Amerika nur einen Schritt weit entfernt ist. Hier ist so einer: Als sich die Schiebetür öffnet, weicht die Beschaulichkeit des im Samstagsschlaf schlummernden Westjerusalem einem quirligen Chaos im XXL-Format. An einem Tisch in der Ecke hat sich eine Gruppe Jugendlicher die Tabletts mit Hamburgern und Pommes voll geladen. Und da drüben teilen sich Papa und Mama eine Cola, während die Kinder, so um die zehn Jahre alt, um mehr Hamburger betteln. Kaum älter ist der junge Mann, der hinter der Theke mit einem Erwachsenen spricht: Die Worte »schneller« fallen, und »letzte Warnung«. Juwal heißt er und ist 15 Jahre alt. Die Szene hat sich bereits vor einem Jahr zugetragen. Aber sie hätte auch vorgestern noch passieren können. Bis zum Mittwochmorgen. Da entschied Israels Oberster Gerichtshof, dass die Schnellimbisskette McDonald's Jugendliche wochentags nur noch unter strengen Auflagen und am Samstag, dem israelischen Sonntag, gar nicht mehr beschäftigen darf.

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