Vielfalt hat Vorteile

Carl Chung über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Teilhabe an der Gesellschaft

Carl Chung ist seit 2002 Projektleiter des Mobilen Beratungsteams Ostkreuz in Berlin, einem von Bund und Land geförderten Projekt für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration der Stiftung Sozialpädagogisches Institut »Walter May«. Der Name »Ostkreuz« kommt daher, dass das Projekt bei seiner Schaffung 2001 nur für den Osten Berlins vorgesehen war. Es berät und unterstützt lokale Institutionen, Organisationen und Initiativen in einem wertschätzenden Umgang mit der Vielfalt verschiedener Milieus, Kulturen und Lebensstile.

Carl Chung

nd: Sie haben kürzlich an der Technischen Universität zum Thema »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« (GMF) referiert. Dieser Begriff wurde von dem Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer populär gemacht. Was ist damit gemeint?
Chung: Es ist eine Art Oberbegriff für verschiedene Phänomene, wie zum Beispiel Rassismus, die Abwertung von Behinderten oder Odachlosen, Feindseligkeit gegen lesbische, schwule oder Transgender-Lebensweisen, Sexismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus. Der Punkt ist, dass die verschiedenen Phänomene in der Regel nicht völlig isoliert voneinander auftauchen. Das heißt, jemand, der Menschen nach der Kategorie Rasse einteilt und bewertet, wird auch zu sexistischer Diskriminierung oder Judenfeindschaft neigen. Es ist also ein Syndrom.

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