Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
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Von Lorenz Matzat
14.07.2012

Der NSU und das Versagen des Journalismus

BLOGwoche

Seit November vergangen Jahres ist der Nationalsozialistische Untergrund, kurz NSU, immer wieder in unterschiedlicher Intensität Thema. [...] Und dabei wird deutlich: Die Berichterstattung [...] bleibt deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Methoden des Crowdsourcings und Leakings sowie Verfahren des Prozess- und Datenjournalismus [...] spielen hierzulande keine Rolle.[...] Es fing schon damit an, dass offensichtlich kein Investigativteam oder ein einzelner Redakteur eines größeren Mediums in den vergangenen Jahren die behördlichen Märchen von den »Dönermorden« in Zweifel gezogen hat. [...] Erstaunlich ist, dass nach wie vor offenbar ohne großen Zweifel den Verlautbarungen der diversen Behörden Glauben geschenkt wird. [...] Wo bleibt der Mut von Redaktionen (und Beamten und Politikern), die Akten und Verschlusssachen, die [...] zirkulieren, zu veröffentlichen? [...] Vielleicht liegt es daran, dass entsprechende Leakingplattformen fehlen. [...] Online ist Journalismus ähnlich wie beim Fernsehen der Quote unterworfen [...]. Doch gerade in dieser Logik der Klickzahlen erstaunt es, dass kein größeres Medium sich den Möglichkeiten des Netzes bedient, um hier aus dem Einerlei hervorzustechen. [...] Ganz abgesehen davon, dass keine Redaktion ein dezidiertes Blog oder zumindest ab und zu etwa rund um Untersuchungsausschusstermine »live« bloggt - es wäre doch eigentlich nahliegend, eine Plattform oder eben Datenbank aufzubauen, die prozesshaft in Text-, Bild-, Audio- und interaktiven Grafikformaten sammelt, was Kenntnisstand ist. [...] Man kann allerdings auch der Zivilgesellschaft einen Vorwurf machen. Während mit äußerster Energie per Crowdsourcing Plagiatjäger diverse Politiker zu Fall brachten (oder danach trachteten), ist auch durch die vielbeschworene »Netzgemeinde« keine nennenswerte Plattform entstanden, die Fakten, Gerüchte und Indizien zum NSU zusammenträgt.

Zum Weiterlesen: www.datenjournalist.de, Lorenz Matzat lebt und arbeitet als Journalist in Berlin

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