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19.07.2012
Budapest

Csatáry in Budapest unter Hausarrest

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher bestreitet seine Schuld bei Judendeportationen

Der mutmaßliche Nazikriegsverbrecher Laszlo Csatáry ist am Mittwoch in Budapest festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden.

Budapest (AFP/nd). Dem 97-jährigen László Csatáry, der für die Deportation von 15 700 Juden in das Konzentrationslager Auschwitz mitverantwortlich gemacht wird, droht laut Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen Kriegsverbrechen. Csatáry plädierte demnach auf »nicht schuldig«. Er wurde nach der Vernehmung durch einen ermittelnden Militärrichter wieder freigelassen und stieg vor dem Militärgericht in Budapest, begleitet von zwei Freunden, in ein Auto. Sein Anwalt wollte nicht mitteilen, wo sein Mandant den zunächst auf 30 Tage begrenzten Hausarrest verbringt.

Csatáry, der zuletzt ganz oben auf der Liste der meistgesuchten NS-Verbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums stand, war vor wenigen Tagen in Budapest aufgespürt worden. Er war während des Zweiten Weltkriegs Polizeichef im jüdischen Ghetto der slowakischen Stadt Kosice, wo er Juden grausam misshandelt haben und an den Deportationen nach Auschwitz beteiligt gewesen sein soll. Er wies bei der Befragung am Mittwoch seine Verantwortung für die Deportationen zurück. »Er hat bestritten, der Verbrechen schuldig zu sein, die ihm vorgeworfen werden«, sagte Staatsanwalt Tibor Ibolya in Budapest. »Eines seiner Verteidigungsargumente ist, dass er Befehlen gehorchte.« Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der Notwendigkeit, die Unschuldsvermutung gelten zu lassen, sowie angesichts des hohen Alters des Beschuldigten könnte ihm laut Staatsanwaltschaft vorerst das Gefängnis erspart bleiben.

Der französische Nazijäger Serge Klarsfeld brachte Skepsis gegenüber der ungarischen Justiz zum Ausdruck. Csatáry werde in dem Land »nicht verurteilt« werden, sagte er der Agentur AFP in Paris. Die Festnahme sei nur ein »Zugeständnis« an die internationale Öffentlichkeit.

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