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19.07.2012

Senat will Roma helfen

(dpa). Immer mehr Roma vor allem aus Bulgarien, Rumänien und Polen ziehen nach Berlin. Ihre Zahl stieg von rund 8000 im Jahr 2006 auf knapp 20 000 Ende 2011. Deshalb will der Senat jetzt die Lage der Roma und ihrer Familien verbessern. Er beschloss dazu am Dienstag ein Konzept auf Vorlage von Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD). Die beiden großen Ziele sind bessere gesundheitliche Versorgung und Heranführung an den Bildungsbereich.

Der Senat rechnet noch mit mehr Zuzügen, wenn ab 2014 die Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Länder auch auf Bulgarien und Rumänien ausgedehnt wird. Darüber hinaus kämen Roma weiterhin als Asylbewerber aus Mazedonien und anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Die neu zugewanderten Roma-Familien aus Bulgarien wohnten häufig in schlechten, überbelegten Wohnungen - verstärkt in Nord-Neukölln und in Wedding. Gerade diese Roma seien vielfach in einer prekären Lage. Daher wende sich die Berliner Strategie besonders an diese Gruppe.

Für 2012 und 2013 stünden jeweils 300 000 Euro zur Verfügung, um zusätzliche Angebote für Roma zu initiieren. So werden zum Beispiel in Zukunft mehr Sprachmittler in Kitas, Schulen und Gesundheitseinrichtungen eingesetzt und bezirkliche Projekte finanziert. Die Bildungsverwaltung richtete für Roma-Kinder besondere Lerngruppen ein, um die schulische Eingliederung zu erleichtern. Im öffentlichen Gesundheitsdienst werden Impfungen und der Schutz vor übertragbaren Krankheiten angeboten.

Der Senat richtet eine Steuerungsgruppe ein, die die Koordination von Bezirken, nachgeordneten Behörden und nichtstaatlichen Organisationen übernehmen soll. Sie werden bis Ende 2012 einen Aktionsplan entwerfen.

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