Katja Herzberg
27.07.2012

Italien arbeitet Verstrickungen zwischen Mafia und Politik in den 1990ern auf

Das Gedenken an die Ermordung des Antimafia-Untersuchungsrichters Giovanni Falcone vor 20 Jahren bewegte am Jahrestag im Mai ganz Italien. Nur wenige Monate später wurde am 19. Juli 1992 sein langjähriger Kollege Paolo Borsellino ebenfalls in die Luft gesprengt. Die Hintergründe der Morde sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Ausgerechnet wenige Tage nach der emotionalen Trauerzeremonie für Borsellino haben nun die Justizbehörden in Palermo einen Prozess aufgrund mutmaßlicher Verstrickungen zwischen der sizilianischen Cosa Nostra und der Politik in Italien Anfang der 90er Jahre beantragt. Zwölf Personen – Mafiabosse, Polizisten und Politiker – sollen zwischen 1992 und 1994 an den Verhandlungen beteiligt gewesen sein, die die Mafia mit Vertretern des italienischen Staates führte.

Unsere Autorin Anna Maldini berichtet aus Rom über die Hintergünde der Anklage. Lesen Sie ihren gesamten Beitrag in der Wochenendausgabe des „nd".

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