28.07.2012

Unten links

Die Piraten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher liebten sie Sturm und Wellen, kauten öligen Zwieback und schlachteten das Walross, fürchteten weder Teufel noch Hölle. Heute aber bleiben sie an Land, sobald die Wellen höher als zweieinhalb Meter schlagen. Das jedenfalls weiß die Europäische Raumfahrtorganisation, die ihre Satellitenüberwachung seit einiger Zeit auch zur »Piratenvorhersage« nutzt. Diese stecke zwar erst in den Anfängen, sagt ESA-Direktor Volker Liebig, doch könnten Frachter und andere Schiffe auf freie Fahrt hoffen, wenn die Seeräuber sich wegen hohen Wellengangs mit ihren kleinen Booten nicht aufs Meer trauten. Was die Piraten dann an Land anstellen, kann man inzwischen sogar ohne Satellit beobachten: Sie gründen Parteien. Schlagen die Wellen aber auch an Land höher, maulen sie rum und ducken sich dort ebenso weg. Sie beklagen die Überwachung, doch lassen ihre Säbel im Hosenbund. So kann keine Kaperfahrt gelingen. jrs

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