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Von Oliver Händler, Eton Dorney
02.08.2012

Ein 1000 Meter langer Endspurt

Die deutschen Ruderer holen gleich am ersten Tag Gold und Silber / Die Serie des Männer-Achters hält

Am ersten Tag der Ruderentscheidungen gewann der Männer-Achter nach einer vierjährigen Siegesserie Gold. Der Doppelvierer der Frauen holte Silber.

Die deutschen Ruderer fahren wieder auf der Welle des Erfolgs. Nach der enttäuschenden olympischen Regatta von Peking 2008 hat der Achter der Männer am ersten Entscheidungstag auf dem Dorney Lake Gold gewonnen. Der Doppelvierer der Frauen hatte zuvor die Jagd nach Medaillen mit Silber eröffnet. In den kommenden Tagen sollen noch einige folgen.

In Peking hatte der Achter noch den letzten Platz belegt. Er war danach wieder von Erfolgstrainer Ralf Holtmeyer übernommen worden. Es folgten 35 Siege und drei Weltmeistertitel in Serie. Eine herausragendere Favoritenstellung konnte es kaum geben.

Das britische Boot versuchte trotzdem, angetrieben vom Heimpublikum, die Serie zu brechen. »Sie dürfen die Deutschen nicht so weit weglassen«, hatte Ruderlegende Sir Steve Redgrave gefordert und wurde erhört. Bis zur 1500-Meter-Marke lagen die Gastgeber gleich auf mit dem deutschen Achter, doch dessen Schlusssprint konnten sie nichts entgegensetzen. »Natürlich habe ich kurz gezweifelt, da denen hier Flügel wachsen können«, sagte Trainer Ralf Holtmeyer. »Aber ich wusste, dass wir auf den letzten 500 stärker sind.«

Im Ziel stand Schlagmann Kristof Wilke im Boot auf und feierte den Olympiasieg mit der Blitzgeste von Jamaikas Sprintstar Usain Bolt. Florian Mennigen dagegen war so erschöpft, dass ihm die Kollegen aus dem Boot helfen mussten.

Maximilian Reinelt freute sich, endlich das Ziel jahrelanger harter Arbeit und gnadenloser Auslese erreicht zu haben. »Wahnsinn! Ich bin Olympiasieger. Mehr kann man als Amateursportler nicht erreichen«, so Reinelt, der während des Rennens keinen Blick zu den Gegnern gewagt hatte. »Wir haben alle die Augen im Boot gelassen. Einmal rausgucken kostet 20 Zentimeter und das konnten wir uns heute nicht leisten. Wir haben dann aber schon ab 1000 Metern den Endspurt gefahren.«

Dabei hatte Reinelt keine Angst, zu früh die Kräfte zu verbrauchen. »Wir wussten, dass wir effektiver rudern und im Zweifel länger durchhalten. Und die letzten 500 Meter bei Olympia, die überlebt man immer.«

Der deutsche Chef de Mission Michael Vesper war überwältigt. »Sie haben eingelöst, was sie über vier Jahre lang gezeigt haben. Und das hier war wahrscheinlich das schwerste Rennen von allen. Es war an Spannung nicht zu überbieten, aber sie haben sich nie aus der Ruhe bringen lassen«, sagte Vesper.

Der Doppelvierer um Schlagfrau Britta Oppelt war wie der Achter als Weltmeister ins Rennen gegangen. Doch hier legten die Ukrainerinnen los wie die Feuerwehr und hatten schon nach einem Viertel des Rennens eine ganze Bootslänge zwischen sich und Deutschland sowie die USA gelegt. Erst am Rennende konnten die deutschen Frauen wieder etwas aufholen, letztlich aber zu spät.

»Ich wusste, dass wir die Amerikanerinnen im Griff hatten. Die hätten uns nicht überholen können. Die Orientierung war nach vorn. Aber die Ukraine war heute schneller. Mit Silber sind wir aber genauso zufrieden«, sagte Oppelt. Nun hofft sie darauf, ins richtige Athletendorf nach London umziehen zu dürfen. Bis zu ihren Rennen sind Ruderer und Rennkanuten nahe der Regattastrecke untergebracht. »Wir wollen dieses Erlebnis des olympischen Dorfs noch mal mitmachen«, so Oppelt.

Für die deutschen Ruderer soll das jedoch noch nicht die ganze Medaillenausbeute gewesen sein. Besonders der Doppelvierer der Männer machte bei seinem Start-Ziel-Sieg im Halbfinale einen sehr starken Eindruck.

Einer-Ruderer Marcel Hacker kam durch Platz drei in seinem Semifinale ebenso ins Finale am Freitag. »Darauf bin ich sehr stolz. Ich und mein Team sind in den vergangenen zwei Jahren durch die Hölle gegangen«, sagte der zufriedene Frankfurter.

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