Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
04.08.2012

Annans Scheitern

Kommentar von Detlef D. Pries

Weltweit tiefes Bedauern: Kofi Annan, der vor knapp sechs Monaten von Vereinten Nationen und Arabischer Liga beauftragt worden war, zwischen den Bürgerkriegsparteien in Syrien zu vermitteln, gibt entmutigt auf. Dass er eine unglaublich schwierige Mission übernommen hatte, war auch Optimisten klar. Gerade deshalb hätte er allseitige Unterstützung verdient. Die aber blieb ihm - wie Annan selbst sagt - verwehrt. Daher ist manches wortreiche Bedauern seines Scheiterns pure Heuchelei.

Punkt 1 des Annan-Plans, der Syrien Frieden bringen sollte, sah die Zusammenarbeit aller Beteiligten in einem politischen Prozess vor. Die hat es nie gegeben. Schuld daran sei die »schützende Hand«, die Russland und China über Baschar al-Assad hielten, heißt es reflexhaft einseitig im Westen. Dort nämlich - in Washington, London, Paris, Berlin - erwartete man vom Vermittler Annan nur eines: dass er Assad zum Rücktritt bewege. Schon das bedeutete politische Schützenhilfe für die Rebellen, die jedes Gespräch mit ihrem Erzfeind kategorisch ablehnten. Bei der politischen Unterstützung blieb es indes nicht. Schon lange war bekannt, dass die mit dem Westen verbündeten Golfstaaten die Aufständischen auch militärisch aufrüsten. Zuletzt wurde öffentlich, dass die USA ihren Geheimdienst CIA zur Hilfe für die Regimegegner mobilisiert haben. Vielleicht war diese Nachricht für Annan sogar der letzte Anstoß, seine Mission für gescheitert zu erklären. Und der Verdacht, das Scheitern sei geplant gewesen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken