07.08.2012

Schul-Projekt zur Vielfalt

Bereits ein Vierteljahr vor Eröffnung seiner neuen Akademie startet das Jüdische Museum Berlin sein bislang größtes pädagogisches Projekt. Mit Schuljahresbeginn beginnt ein auf drei Jahre angelegtes Programm zur umfassenden interkulturellen Öffnung von Schulen.
(epd). Bereits ein Vierteljahr vor Eröffnung seiner neuen Akademie startet das Jüdische Museum Berlin sein bislang größtes pädagogisches Projekt. Mit Schuljahresbeginn beginne ein auf drei Jahre angelegtes Programm zur umfassenden interkulturellen Öffnung von Schulen, teilte das Museum mit. Für das Projekt »Vielfalt in Schulen«, das den Angaben zufolge von der Mercator-Stiftung mit 800 000 Euro gefördert wird, konnten sich Berliner Sekundarschulen bewerben. Drei wurden ausgewählt.

Die Akademie wird im Rahmen der jährlichen Gala am 17. November in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Architekt Daniel Libeskind eröffnet. Nach dessen Entwürfen wurde die dem Museum gegenüber liegende 6000 Quadratmeter große bisherige Blumengroßmarkthalle für zehn Millionen Euro umgebaut. Sie soll Bibliothek, Archiv und museumspädagogische Einrichtungen aufnehmen.

Die Projektleiterin der Akademie, Eva Söderman, kündigte gegenüber epd an, dass sich das Museum verstärkt dem Thema Migration zuwenden werde: »Wir haben den Anspruch, aus unserer Beschäftigung mit der deutsch-jüdischen Geschichte für Diskriminierung zu sensibilisieren und für eine Öffnung der Gesellschaft sowie mehr Teilhabe einzutreten.«