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Von Martin Kloth und Inga Radel, dpa
10.08.2012

Verzückt von der eigenen Großtat

Kanu: Am zweiten Finaltag läutete die neue Generation mit zwei Goldmedaillen die Zukunft ein

Die deutschen Kanuten haben paarweise Gold gewonnen. Kurt Kuschela und Peter Kretschmer im Zweier-Canadier sowie Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak paddelten in Eton zu Olympiasiegen.

Zwei Doppel, zweimal Gold: Vereint im Glück über ihre Olympiasiege fielen sich Kurt Kuschela, Peter Kretschmer, Franziska Weber und Tina Dietze in die Arme. Die neue Generation hat mit zwei Olympiasiegen am Donnerstag auf dem Dorney Lake in Eton die deutsche Kanu-Zukunft eingeläutet. »Das ist so unfassbar«, stammelte Franziska Weber unter Freudentränen. »Das war unser Traum«, bekannte Tina Dietze völlig aufgelöst. Ihr Sieg im Zweier-Kajak über 500 Meter war der krönende Abschluss des zweiten Finaltages, den das Duo Kretschmer/Kuschela mit einer bravourösen Goldfahrt im Zweier-Canadier über 1000 Meter eingeläutet hatte.

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) ist damit nach zwei Finaltagen der olympischen Wettbewerbe von London die Nummer eins. Dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze sind nach zwei Dritteln der Entscheidungen unerreicht. Der Vierer-Kajak der Männer mit Marcus Groß, Norman Bröckl, Tim Wieskötter und Max Hoff verpasste als Vierter über 1000 Meter nur um 0,3 Sekunden eine Medaille.

Die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin verabschiedete sich mit einem Sieg im B-Finale und Platz neun versöhnlich von den London-Spielen und ließ ihre sportliche Zukunft offen. »Ob Vierter, Fünfter oder Erster - die Jungs und Mädels haben Hochachtung verdient«, lobte Chefbundestrainer Reiner Kießler seine Paddelflotte.

Als erste Belohnung gab's für Peter Kretschmer von Hintermann Kurt Kuschela ein feuchtes Küsschen auf die Stirn. Ausgepowert, aber verzückt von der eigenen Großtat genoss das Duo auf dem Dorney Lake sein Glück: Olympiasieger im Zweier-Canadier 2012. »Es war das perfekte Rennen«, lobte Bundestrainer Kay Vesely und berichtete von der taktischen Vorarbeit: »Wir haben uns vorher nochmal das Rennen von Gille und Wylenzek 2004 angeguckt. Das war ähnlich.« Christian Gille und Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen) waren in Athen Olympiasieger geworden.

Nach dem sportlichen Meisterstück boten die Potsdamer noch eine artistische Glanzleistung. Kretschmer und Kuschela paddelten zu den zweitplatzierten Andrej und Aleksander Bogdanowitsch (Belarus). Beide Duos balancierten ihre kippligen Boote nebeneinander aus und Peter Kretschmer stellte sich zum Jubel mit einem Bein in jedes Kanu. »Ich hatte Angst. Wenn Peter reingefallen wäre, das wäre vielleicht eine Sportstrafe geworden. Wir hatten ja Gold noch nicht mal in der Hand. Aber es war alles safe«, sagte Kuschela zum spontanen Balanceakt.

Einen Tag nach ihrer Silberfuhre im Vierer gemeinsam mit Carolin Leonhardt und Katrin Wagner-Augustin legten Franziska Weber und Tina Dietze als Duo ein Rennen wie aus dem Lehrbuch hin. Auf dem spiegelglatten Dorney Lake distanzierten sie die favorisierten Ungarinnen Katalin Kovacs/Natasa Douchev-Janics um mehr als eine Sekunde. »Sowas haben wir noch nie gemacht. Ich weiß gar nicht, woher das kam«, sagte Franziska Weber.

Schon nach der Silbermedaille am Vortag hatte sie von der beeindruckenden Zeremonie der Siegerehrung geschwärmt. »Ein absolutes must have.« Hand in Hand waren die Freundinnen nun aufs oberste Treppchen gesprungen und betrachteten immer wieder mit glänzenden Augen ihre goldenen Plaketten.

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