Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Hermannus Pfeiffer
11.08.2012

Die Party hat wieder begonnen

Mit billigem Geld aus den Rettungsaktionen drängen Investoren auf den Immobilienmarkt

An Geld ist kein Mangel. Seit Anfang des Jahres investierten deutsche, britische und US-amerikanische Immobiliengesellschaften mehr als vier Milliarden Euro in Deutschland - in 100 000 Wohnungen, oft in Berlin und Ostdeutschland.

Dabei war es gerade ruhig geworden um die von Ex-SPD-Chef Franz Müntefering einst »Heuschrecken« getauften Akteure. Bis zum Platzen der Immobilienblase im Sommer 2007 hatten sie mit geliehenem Geld Grundstücke und Häuser in den USA, Spanien oder Großbritannien gekauft. Danach wollten viele Banken diese nun riskanten Geschäfte nicht mehr finanzieren; marode Immobilienfonds mussten schließen.

Doch hat die Party wieder begonnen: Durch die Rettungsaktionen der Zentralbanken wurden die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet, die Kreditwirtschaft gibt Investoren wieder Darlehen. Damit gehen diese auf Einkaufstour: Hotels, Textilien, Kommunikation und Immobilien. Da Spanien oder England nun als hochriskant gelten, lockt Deutschland als sicherer Hafen, vor allem Immobilien in Großstädten. Auch nach lukrativen »Core-Lagen« in kleineren Städten ist die Nachfrage von Finanzinvestoren, Versicherungen und Immobiliengesellschaften groß. Außer in Berlin ist das Angebot aber knapp, was die Preise noch antreibt: Seit zwei Jahren liegen die durchschnittlichen Preissteigerungen jährlich bei 4,5 Prozent, so das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW). In guten Lagen steigen die Preise zweistellig. Das gilt auch für vermietete Mehrfamilienhäuser.

Für Mieter aber war der Einstieg eines Finanzinvestors bislang selten eine gute Nachricht. Im Regelfall locken sie mit dem Versprechen großzügiger Renovierung. Doch der Preis dafür ist oft hoch: Miethäuser ohne Sozialbindung oder gar »preisfreie« bieten für Investoren einen großen finanziellen Spielraum nach oben. Der Mieterbund fordert jetzt eine Obergrenze für Mieten bei Neuvermietungen.

Zudem versuchen die Investoren, ihre Portfolien durchzurationalisieren: Dazu werden die Verwaltungen der über mehrere Bundesländer verstreuten Immobilien an einem Standort zentralisiert und Servicepunkte vor Ort geschlossen. Hausmeister werden durch anonyme »Facility-Manager« ersetzt. Möglichst wandelt man die Miet- in eine Eigentumswohnung und verkauft sie als Geldanlage - oft an den bisherigen Mietern vorbei. Das Objekt wird betriebswirtschaftlich »optimiert«, um es dann nach wenigen Jahren abzustoßen.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken