Christoph Ruf 15.08.2012 / Sport

Julius Hirsch, Nationalspieler, ermordet

Eine neue Biografie erinnert an den jüdischen Fußballer und das lange Schweigen des DFB

Gottfried Fuchs und Julius Hirsch waren Stars des deutschen Fußballs. Dann trieben die Nazis den einen aus dem Land und töteten den anderen. Der deutsche Fußball hat lange gebraucht, um sich zu seiner Verantwortung zu bekennen.

Anfang August ist Andreas Hirsch aus Kanada zurückgekommen. Er hat dort Menschen getroffen, mit denen ihn vieles verbindet - nicht zuletzt schmerzliche Erinnerungen. Hirsch, der in Karlsruhe ein Reiseunternehmen betreibt, hatte einen Großvater und Natalie Fochs Isaacs einen Vater, die zu den erfolgreichsten Fußballspielern des frühen 20. Jahrhunderts gehörten. Doch Gottfried Fuchs (»Gotti«), zehnmaliger Torschütze beim deutschen 16:0 gegen Russland im Juli 1912, war im Jahr 1937 nach Kanada geflüchtet. Er hatte Glück, die Entscheidung, Nazi-Deutschland zu verlassen, rettete ihm das Leben. Sein Freund und jüdischer Mitspieler Julius Hirsch (»Juller«) wurde hingegen im KZ Auschwitz ermordet. Bei den Recherchen zu seinem Buch »Julius Hirsch. Nationalspieler. Ermordet« hat der Hamburger Journalist Werner Skrentny beide Familien mehrfach besucht. Was sie so voneinander erfuhren, hat den Entschluss reifen lassen, sich nach all den Jahren persönlich zu treffen.

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