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16.08.2012
Damaskus/Beirut

Bombenanschlag in Damaskus

Türkei droht mit Einrichtung einer »Schutzzone« auf syrischem Gebiet

Die Rebellen der Freien Syrischen Armee haben nach eigenen Angaben einen Bombenanschlag im Zentrum von Damaskus verübt. Die USA machen Front gegen Iran, weil es Syrien unterstützt.

Damaskus/Beirut (dpa/nd). Ein Bombenanschlag vor einer Kommandozentrale der syrischen Armee hat am Mittwoch das Zen᠆trum von Damaskus erschüttert. Das syrische Fernsehen berichtete von drei Verletzten, zeigte Schäden an der Fassade und Feuerwehrfahrzeuge beim Löschen eines Brandes neben dem Gebäude. Der Sprengsatz war in einem Tanklaster auf dem Parkplatz der Zentrale versteckt.

Zu dem Anschlag bekannte sich die aus Deserteuren bestehende Freie Syrische Armee (FSA). »Diese Operation war eine Antwort auf die im ganzen Land von den Sicherheitskräften verübten Morde«, sagte ein Sprecher der FSA dem katarischen Fernsehsender Al Dschasira. Zuletzt waren am 18. Juli vier führende Vertreter des Sicherheitsapparates bei einem Bombenanschlag im Inneren des Gebäudes des Nationalen Sicherheitsrates getötet worden, unter ihnen der Verteidigungsminister und ein Schwager von Präsident Baschar al-Assad.

Die Bombe explodierte am Mittwoch unweit des Dama Rose Hotels, in dem die Mitglieder der UN-Beobachtermission UNSMIS untergebracht sind. Auch das Gebäude des Fernsehens und etliche Sicherheitszentralen liegen in der Nähe des Anschlagsortes. Die Militärbeobachter blieben nach syrischen Regierungsangaben unverletzt.

In Washington erklärte US-Verteidigungsminister Leon Panetta, es gebe Hinweise, dass Iran gegenwärtig versucht, in Syrien Milizen aufzustellen und zu trainieren. Diese sollten auf der Seite der Regierungstruppen kämpfen. »Wir sehen einen steigenden Einfluss Irans, und das gibt Anlass zu tiefer Besorgnis.« Dass die USA ihrerseits, wie kürzlich der Fernsehsender CNN enthüllte, die bewaffneten Regierungsgegner schon seit Monaten materiell unterstützen, erwähnte Panetta nicht. Ebenfalls am Dienstag hob Washington seine Sanktionen gegen den bisherigen syrischen Ministerpräsidenten Riad Hidschab auf, nachdem dieser zur Opposition übergelaufen und nach Jordanien geflohen war.

Die Führung in Damaskus wird indes von der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) gemaßregelt. Die saudische Zeitung »Al-Hayat« zitierte aus einem Entwurf des Schlussdokuments für das Gipfeltreffen der Organisation, das derzeit in der saudischen Stadt Mekka stattfindet. Der Resolutionsentwurf, der in der Nacht zum Donnerstag angenommen werden sollte, bezeichnet Assads Herrschaft als illegitim. Er müsse die Anwendung von Gewalt und die Verletzung der Menschenrechte »unverzüglich stoppen«, heißt es darin weiter. An die bewaffneten Milizen der Regierungsgegner ergingen derlei Forderungen nicht. Die OIC hat 57 Mitglieder Für die Billigung des Beschlusses über die Aufhebung der syrischen Mitgliedsrechte ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Diese gilt als sicher. Saudi-Arabien, das die Rebellen in Syrien unterstützt, dominiert die OIC.

Seit Beginn des Syrienkonflikts im März 2011 starben nach UN-Schätzungen mindestens 17 000. Die Zahl der Flüchtlinge steigt täglich, allein im Nachbarland Türkei sollen es mehr als 61 000 sein. Ein Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sagte, dass Kampfjets der Armee in der umkämpften Stadt Aleppo ein von den Aufständischen besetztes Krankenhaus angegriffen habe. Ankara drohte erneut mit »Überlegungen«, auf syrischer Seite eine »Schutzzone« einzurichten, sollte es zu einem Massenandrang von Flüchtlingen kommen.

Der französische Außenminister Laurent Fabius begann in Jordanien eine Reise in syrische Nachbarstaaten und will dabei auch Flüchtlingslager besuchen.

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