Edith Schwab 18.08.2012 / Debatte

Ein erschreckender Rückschritt

Edith Schwab ist Bundesvorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV).

Die geplanten Änderungen zur Neuregelung des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern geben Anlass zur Sorge. Auch wenn die Reform besonders in den Medien als überfällige Gleichstellung unverheirateter Väter im Familienrecht gefeiert wird, ist sie mit Blick auf das gesamte Kindschaftsrecht ein erschreckender Rückschritt. Das Herzstück jeden kindschaftsrechtlichen Verfahrens ist die Kindeswohlprüfung. Sämtliche richterliche Entscheidungen, nicht nur die des Sorgerechts, sondern auch des Umgangs, der Wohnungsnutzung etc. unterliegen dem Primat des Kindeswohls. Das vorgeschlagene Schnellverfahren ohne Anhörung der Eltern und ohne Ermittlung der Lebensumstände ist mit Blick auf das Kindeswohl nicht akzeptabel.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: