Kurt Pätzold 18.08.2012 / Geschichte

Der Pakt der Diktatoren

Wie Europas Parlamentarier sich um die Pflege eines Dogmas sorgen

Der Faschismusforscher Prof. Dr. Kurt Pätzold, Jg. 1930, ist u. a. Autor einer Hitler- und einer Hess-Biografie; jüngste Veröffentlichungen: »Die Geschichte kennt kein Pardon«, Wahn und Kalkül. Der Antisemitismus mit dem Hakenkreuz« und »Der Vergangenheit entgeht niemand«.

Die Menschen haben ihre Feier- und Gedenktage, die familiären, und die ihnen als Staatsbürger empfohlenen, verordneten oder zugestandenen. Besonders beliebt sind die bezahlten arbeitsfreien. Zu dieser Kategorie wird jedoch jener nicht gehören, um den es hier geht: Eine Gruppe von Personen und Persönlichkeiten, zu der Vaclav Havel und auch der später zum deutschen Staatsoberhaupt gekürte Joachim Gauck gehörten, hatte auf einem von Tschechiens Regierung am 2. Juni 2008 in Prag einberufenen Treffen den Vorschlag unterbreitet, den 23. August allen Europäern zu einem gemeinsamen Gedenktag zu machen. Das Europa-Parlament in Straßburg hat noch im gleichen Jahr, am 23. September, mit 533 Ja- gegen 44 Nein-Stimmen (bei 33 Enthaltungen) der Europäischen Kommission und dem Ministerrat in Brüssel sowie den Regierungen aller Mitgliedstaaten vorgeschlagen, diesen Tag, »der in Würde und unparteiisch begangen werden soll«, zum kontinentweiten Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime, von Stalinismus und Nazismus, auszurufen, eine gesamteuropäische Gedenkstätte für die Opfer errichten zu lassen und weitere Anstrengungen zur Popularisierung der Totalitarismusdoktrin auch finanziell zu fördern.

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