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05.09.2012
Damaskus/Beirut

Trauriger Flüchtlingsrekord

Allein im August verließen 103 000 Menschen Syrien / IKRK-Präsident bei Assad

Der eskalierende Bürgerkrieg hat im August mehr Menschen zur Flucht aus Syrien gezwungen als in jedem anderen Monat zuvor. Rot-Kreuz-Chef Maurer zeigte sich bei einem Besuch in Syrien über die humanitäre Lage in dem Land sehr besorgt.

Damaskus/Beirut (dpa/nd). Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, ist am Dienstag in Damaskus vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad empfangen worden. In dem Gespräch habe Maurer den Wunsch seiner Organisation unterstrichen, ungehinderten Zugang zu notleidenden Menschen und zu Häftlingen in den Gefängnissen zu erhalten, sagte eine IKRK-Sprecherin in Damaskus. Assad erklärte nach Darstellung des syrischen Fernsehens, dass seine Regierung die Arbeit des IKRK unterstützen werde, so lange dieses »unparteiisch und unabhängig« bleibe.

Die Flüchtlingsstrom aus Syrien hatte im August mit 103 000 Personen einen traurigen Rekord erreicht. Nie zuvor seien so viele Menschen innerhalb eines Monats aus dem Land geflohen, teilten die UN am Dienstag in Genf mit. Insgesamt hätten sich seit Ausbruch der Kämpfe vor 17 Monaten in Nachbarländern knapp 235 000 Syrer beim Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) registrieren lassen, sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming.

Tatsächlich sind nach Überzeugung von Helfern noch weit mehr Menschen aus Syrien geflohen. Viele würden sich nicht in den Nothilfelagern in der Türkei, Jordanien, Libanon und Irak melden, sondern versuchen, allein zurechtzukommen. Allein in der Türkei hilft das UNHCR bei der Versorgung von mehr als 80 000 syrischen Flüchtlingen.

Immer wieder würden Syrer auch in ihre Heimatgebiete zurückkehren, um ihre Häuser zu sichern, sobald dort die Kämpfe abflauen. Zugleich würden sie aber darum bitten, wieder in den Notlagern aufgenommen zu werden, wenn es daheim erneut zu gefährlich wird.

Syrische Kampfflugzeuge haben am Dienstag erneut Ziele in der nordsyrischen Metropole Aleppo und in ihrer Umgebung bombardiert. Des Weiteren sei die Großstadt mit Granatwerfern beschossen worden. Dies berichteten Regierungsgegner aus der Region. Aleppo ist seit anderthalb Monaten zwischen den Truppen von Assad und den Aufständischen umkämpft. Ein syrischer Armeekommandant sagte im Fernsehen, die Streitkräfte würden die Rebellen im Norden bald besiegt haben.

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