Vom Tellerwäscher zum Millionär?

Das deutsche Bildungssystem produziert mehr Ab- als Aufsteiger

Gleich in zwei Studien wurde in dieser Woche die soziale Undurchlässigkeit des deutschen Bildungssystems kritisiert: Die OECD bemängelte die geringe Studierquote von Arbeiterkindern, die Vodafone-Stiftung attestierte dem klassischen deutschen Gymnasium, dass es als »sozialer Türöffner « versagt habe und selbst jene junge Menschen aus bildungsfernen Familien, die es bis zum Abitur schaffen, immer seltener ein Studium beginnen. In den letzten drei Jahrzehnten, so die Forscher, sei die Studierbereitschaft in dieser Gruppe von 80 Prozent auf rund 40 Prozent gesunken. Über soziale Mobilität in Deutschland und die Frage, inwiefern ein Studium zu Wohlstand und sozialem Aufstieg führt, sprach Jens Wernicke für »nd« mit Michael Hartmann, einem der renommiertesten Soziologen im Lande und maßgeblichen Kritiker der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem.

nd: Stimmt es, dass der soziale Aufstieg in der Bundesrepublik heute schwerer ist als noch in den 1980er Jahren?
Hartmann: Ja, die Ergebnisse aller Studien zeigen eines: Bei allen Jahrgängen bis zum Geburtsjahr 1959 nimmt der Anteil der Aufsteiger stetig zu. Danach geht die Quote zunächst leicht, dann deutlich spürbar zurück. Die vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch oberflächlich zu beobachtenden Aufstiegsprozesse sind inzwischen nicht nur zum Stillstand gekommen, man muss vielmehr sogar eine teilweise Umkehr feststellen.

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