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Tom Strohschneider 19.09.2012 / Linksbündig

Linkspartei will »Rente zum Leben«

Nun stellt auch die Linkspartei ein eigenes Konzept für eine Alterssicherung vor: »Eine Rente zum Leben« ist das siebenseitige Papier überschrieben, in dem fünf zentrale Punkte formuliert sind: Ausstieg aus der Rente mit 67, solidarische Mindestrente, Wiederanhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent des Durchschnittseinkommens, Ausweitung des Kreises derer, die in die Rentenversicherung einzahlen und die Angleichung der Ost-Renten. Details wollen Katja Kipping, Gregor Gysi und Bernd Riexinger am MIttwoch in Berlin präsentieren. »Wir werden zum ersten als einzige Partei dabei bleiben, dass die Renten wieder mit den Löhnen steigen sollen«, sagt die LINKEN-Vorsitzende vorab. »Und zweitens wollen wir ein wirklich universelles soziales Netz gegen Altersarmut.«Die Spitzen von Partei und Fraktion kommen mit ihren Vorschlägen einerseits gerade richtig, andererseits auch ein bisschen spät. Denn rentenpolitische Ideen, die eine klare Alternative zur Alterssicherungspolitik der anderen Parteien bieten, hat die LINKE schon länger. Dass die Rentenfrage zu einem der Schwerpunkte im Wahlkampf wird, war auch schon abzusehen. Inzwischen aber haben sich Ursula von der Leyen mit ihrer Zuschussrente und die SPD-Spitze mit der Solidarrente auf dem Diskursfeld ziemlich breit gemacht. Das Papier der LINKEN könnte ein wenig wie eine nachgeschobene Reaktionen auf die Pläne der anderen wirken. Die linke »Rente zum Leben« sei, formuliert es Spiegel online, »auch als Antwort auf die Rentenpläne der SPD zu verstehen«. Deren Vorsitzender Sigmar Gabriel hatte Anfang der vergangenen Woche sein Rentenkonzept vorgelegt, auch das war als Reaktion interpretiert worden - auf die Zuschussrente von der Leyens. Für den Wahlkampf ist es nicht ganz unwichtig, wer wann welche Idee in der Öffentlichkeit platziert. Für die Inhalte gelten freilich andere Maßstäbe - und hier unterscheidet sich das Papier der LINKEN deutlich von den Vorstellungen der anderen Parteien. »Historischer Einschnitt« Das gilt nicht nur für die angestrebte Rücknahme der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters. »Diese Entscheidung wird durch die SPD nicht in Frage gestellt«, heißt es im Rentenkonzept der Sozialdemokraten, »allerdings muss die Situation am Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich besser werden.

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Über diesen Blog

Linksbündig

Was die Linke ist? Sie ist auf jeden Fall viel größer als die gleichnamige Partei. Das ist gut so. Man kommt als Linker ohne Parteibuch aber auch nicht an der Partei vorbei. Was die klein und die groß geschriebenen Linken trennt und was sie verbindet, wo die Grenzen emanzipatorischer Politik liegen und welche Versuche es gibt, diese zu überwinden – davon soll dieses Blog handeln.

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  • Tom Strohschneider

    Tom Strohschneider, Jahrgang 1974, ist nd-Chefredakteur. Nach einem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie kam er mehr zufällig zum Journalismus. Er arbeitete unter anderem bei der Wochenzeitung "Der Freitag" und bei der "taz". Er denkt gern über die gesellschaftliche Linke nach, bloggt unter anderem "Linksbündig" und wartet stets vergeblich auf ein Rezensionsexemplar des jeweils neuesten 3D-Druckers. Strohschneider liest gern Dath und hat aus "South Park" und "Die Simpsons" mehr gelernt als aus vielen Sachbüchern. Selbst schreibt er auch manchmal welche. Zuletzt erschienen von ihm: "Linke Mehrheit?" über Möglichkeiten und Grenzen von Rot-Rot-Grün sowie “What's left?” über Europas Linke, den Rechtsruck und einen sozialistischen Kompromiss. Beide erschienen bei VSA.

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