Marcus Meier 15.10.2012 / Inland

NATO ist Teil des Problems

Bewegungskongress in Bonn brachte Afghanen zur Debatte zusammen

In Bonn wurde schon manches Mal über die Zukunft Afghanistans verhandelt. Doch der Bewegungskongress »Wege zum Frieden in Afghanistan« brachte erstmals zivilgesellschaftliche Akteure an einen Tisch - deutsche Friedensbewegte und (Exil-) Afghanen aus unterschiedlichsten politischen Lagern nämlich.

»Seit 50 Jahren kämpfen Afghaninnen für Frauenrechte«, erinnert sich Shafiqa Rahim. Doch heute würden in dem südasiatischen Land Frauen gesteinigt, sei das Leben für sie schwerer als vor der NATO-Intervention. »Ich bin tief verletzt«, gesteht Rahim, eine afghanische Gymnasiallehrerin, die vor 27 Jahren nach Deutschland floh. »Die wirklichen Verbrechen in Afghanistan wurden von Bush, Blair und ihren Nachfolgern verübt«, sagt sie schließlich. Sie berichtet aber auch sichtlich bewegt von einem Massaker durch Sowjetsoldaten, das sie mit eigenen Augen sah. 33 Jahre Krieg haben tiefe Spuren hinterlassen.

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