Katja Herzberg, Potsdam 03.12.2012 / Sport

"Fußballfans gegen Homophobie"

Drittligist SV Babelsberg 03 enthüllte als erster Profiklub Werbebande zur Unterstützung der bundesweiten Kampagne

So selbstverständlich wie im Karl-Liebknecht-Stadion wird fast bei keinem anderen Fußballverein gegen Diskriminierung vorgegangen. Wenn der SV Babelsberg 03 als erster Profiverein im Männerfußballgeschäft die Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie" mit einer eigenen Werbebande unterstützt, sind Verantwortliche und Fans erfreut. Doch brüsten will sich mit der Aktion niemand. „Wir haben schon seit Langem in unserer Satzung festgeschrieben, dass wir keinerlei Diskriminierung dulden. Unseren Einsatz gegen Rassismus und Homophobie sind die Leute mittlerweile gewohnt", sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Bastian am Samstagmittag kurz vor Enthüllung der Werbetafel an einem der teuersten Plätze – sie ist im Schwenkbereich der TV-Kameras direkt unter dem Banner der Ultras vom Filmstadt Inferno in der Nordkurve angebracht. Im Hintergrund ertönt die Liedzeile „Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben" von der Rapperin Sookee durch die Stadionlautsprecher.Bastian wurde in den letzten Tagen häufig gefragt, warum Babelsberg nun dieses Zeichen gegen die Abwertung und Ausgrenzung schwuler und lesbischer Menschen setzt. Für ihn ist das eine Selbstverständlichkeit und bei Babelsberg gelebte Praxis, wie er bereits im „nd"-Interview von Mittwoch sagte: „Wenn irgendjemand: 'Du dumme Schwuchtel!' ruft, dann stehen zehn auf und sagen: 'Das wollen wir hier nicht hören!'"Wenig später wird der Vereinschef von den Initiatoren der Kampagne „Fußballfans gegen Homophobie", Fanvertretern und dem Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs, auf den Rasen begleitet. Spieler und Trainer des bei der ersten Drittliga-Begegnung der Rückrunde gastierenden Chemnitzer FC interessieren sich nicht für die Präsentation der in der dunkelblauen Vereinsfarbe gehaltenen Bande mit dem Schriftzug „Nulldrei gegen Homophobie".

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