Andreas Fritsche 13.12.2012 / Inland

Wolfgang Neskovic aus der Linksfraktion ausgetreten

Parteiloser Abgeordneter sieht sich wegen Kritik an Rot-Rot »mit unredlichen Mitteln bekämpft«

Der parteilose Bundestagsabgeordnete Wolfgang Nešković ist am Donnerstag nach sieben Jahren aus der Linksfraktion ausgetreten. Den Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße, den er 2009 überraschend gewonnen hatte, will er 2013 als unabhängiger Kandidat verteidigen. »Es wäre ein einmaliges Zeichen politischer Emanzipation der Wählerinnen und Wähler von den Parteien, wenn ein von Parteipolitik Unabhängiger in den Deutschen Bundestag gewählt würde«, schrieb Nešković in einem Offenen Brief an die Bürger in Cottbus und Spree-Neiße.Hätte er wieder für die LINKE antreten wollen, so hätte er am Sonnabend in Cottbus eine Kampfabstimmung gegen die Landtagsabgeordnete Birgit Wöllert gewinnen müssen. Wöllert genießt die Unterstützung des Kreisvorstands Lausitz. Nešković hatte bis jetzt offen gelassen, ob, für wen und wo er kandidiert. Die Ankündigung, es als Unabhängiger zu versuchen, kommt plötzlich. Eher noch wäre zu vermuten gewesen, dass er es bei einem Landesverband der Linkspartei im Westen probiert. Solche Gerüchte hatte es gegeben. Dagegen sprach allerdings, dass sich der in Lübeck beheimatete frühere Bundesrichter bei seinem ersten Antreten für die LINKE im Jahr 2005 extra ausbedungen hatte, dass ein Platz im Osten für ihn gefunden werde.Der Kreisvorstand Lausitz erklärte, die Entscheidung Neškovićs »ist für uns nicht überraschend«. Offensichtlich sei in dem Abgeordneten die Erkenntnis gereift, dass sich Birgit Wöllert am Sonnabend durchsetzen würde. »Es ist somit die Flucht vor der Niederlage.

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