Hendrik Lasch, Dessau 08.01.2013 / Inland

Eskalierte Erinnerung

Städtische Feier für Oury Jalloh musste abgebrochen werden / Polizei hält sich bei Demonstration zurück

Eine Gedenkfeier für Oury Jalloh in Dessau musste gestern vorzeitig abgebrochen werden. Der Eklat wurde von Vertretern der Jalloh-Gedenkinitiative provoziert. Die von dieser angemeldete Demonstration blieb im Gegensatz zu 2012 friedlich.

Für die handgreifliche Auseinandersetzung wurde ausgerechnet ein Foto von Oury Jalloh missbraucht. Das Bild, das seit Jahren am 7. Januar auf den Stufen des Polizeireviers in Dessau steht, um an den Feuertod des Flüchtlings in einer Gewahrsamszelle vor acht Jahren zu erinnern, wurde zunächst zertreten; dann wurde es Torsten Steckel über den Kopf geschlagen. Der Mitarbeiter der Dessauer Opferberatung hatte die Gedenkveranstaltung organisiert; einst gab er maßgeblich den Anstoß dafür, dass der Tod Jallohs juristisch aufgearbeitet wurde. Der Mann, der ihn mit dem Bild malträtierte, gehört der »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« an, deren wichtigste Ziele es sind, die Erinnerung an den Mann aus Sierra Leone aufrecht zu erhalten und die Verantwortlichen für dessen Tod zur Verantwortung zu ziehen.

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