11.01.2013

Der schwache Staat ist eine Illusion

Der kanadische Marxist Leo Panitch über die Krise, Occupy und die USA als Weltmacht

Der Fehler an Occupy war, dass die Gewerkschaften in den USA nicht angefangen haben, selber Sachen zu besetzen. Das sagt der kanadische Marxist Leo Panitch gegenüber »nd«. Denn eine freie Diskussion mit drei, vier Hundert Menschen in irgendeinem Stadtpark sei noch lange kein Beispiel von Sozialismus.

Mit dem ehemaligen kanadischen Gewerkschafter Sam Gindin hat Penitch vor Kurzem das Buch »The Making of Global« Capitalism« herausgebracht. In dem Buch beschreiben die beiden detailliert den Aufstieg der USA zur Weltmacht. Sie wenden sich gleichzeitig gegen die These, dass die Globalisierung zu einer schwindenden Bedeutung der Staaten geführt hat. Gerade in Zeiten der Krise brauchten die Finanzmärkte einen starken Staat, so Panitch.

Doch es gibt keinen »Philosophenkönig« der immer weiß, was zu tun ist. Deswegen ist die herrschende Krisenpolitik nicht ohne Widersprüche, Streitereien und Fehlentscheidungen.

Warum die USA den Irak angegriffen haben und China sie noch immer braucht, beantwortet Leo Panitch im vollständigen Interview am Samstag in »neues deutschland«.


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