Steffen Schmidt 01.02.2013 / Inland

Die falsche Angst vor der Menschenzucht

Untersuchungen im Reagenzglas können nur wenige Krankheiten und das Geschlecht erfassen

Das Wort Selektion hat in Deutschland historisch bedingt einen bösen Klang. Das machte die Debatte darüber, was die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) an künstlich befruchteten Embryonen kann und was sie dürfen soll, hierzulande besonders schwierig.

Das Jahr 1989 war nicht nur historisch ein bedeutsames. Auch in der Medizin gab es damals einen deutlichen Einschnitt: Es wurde nämlich erstmals eine genetische Untersuchung von Embryonen vor der Einpflanzung in die Gebärmutter durchgeführt, die durch künstliche Befruchtung entstanden waren. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) war damit in der Welt. In diesem Falle ging es um eine Krankheit, die mit einem Defekt auf dem X-Chromosom verbunden ist, das Addison-Schilder-Syndrom. Dieses führt bei männlichen Kindern, die das defekte X-Chromosom tragen, zu einem schnellen neurologischen Verfall. Frauen können das Gen zwar tragen, erkranken aber nicht.

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