Oliver Eberhardt 04.02.2013 / Ausland

Netanjahu auf den Schild gehoben

Noch ist die von Israels Premier angestrebte neue Koalition nicht unter Dach und Fach

Nach der Veröffentlichung des offiziellen Wahlergebnisses in Israel haben 82 von 120 Abgeordneten Präsident Schimon Peres darum gebeten, den rechtskonservativen Benjamin Netanjahu mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Die Suche nach einer Koalition bleibt dennoch schwierig.

Zwei Tage lang hat sich Präsident Schimon Peres Zeit genommen, um den Vorsitzenden jeder einzelnen Partei, die es ins Parlament geschafft hat, zum Gespräch zu laden, seine Positionen und Empfehlungen anzuhören, teils bis tief in die Nacht. So schreibt es das Gesetz eigentlich vor. Aber so hat es vor Peres noch kein anderes Staatsoberhaupt des Landes gemacht: Man nahm die Wahlergebnisse zur Kenntnis, beauftragte jemanden mit der Regierungsbildung. Dass Peres es nun anders macht: »Nervig« fand das ein neu gewählter Abgeordneter der größten Fraktion Likud/Jisrael Beitenu. Peres habe die Wahlgesetze dazu genutzt, um sich selbst in Szene zu setzen, kritisiert man in der Arbeiterpartei, die allerdings seit Peres' Übertritt zur mittlerweile auf zwei Sitze reduzierten Kadima auf den Mann nicht gut zu sprechen ist. Die Öffentlichkeit hingegen - findet's »gut«, »spannend«, »so wie es sein soll«, wie in den Leserkommentaren der Online-Medien, aber auch in den redaktionellen Analysen immer wieder zu lesen ist: »Peres ist dabei, die Präsidentschaft neu zu erfinden, das Staatsoberhaupt zu einem wichtigen Bestandteil des politischen Systems zu machen«, kommentiert Jedioth Ahronoth.

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