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07.04.2013

Der Sozialdemokrat Ottmar Schreiner ist tot

Abgeordneter vom linken Flügel der SPD im Alter von 67 Jahren an Krebs gestorben

Berlin (nd). Der Sozialdemokrat und Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner ist tot. Wie Medien berichten, starb der 67-Jährige Merziger an Krebs. Der Politiker galt als einer, der das „soziale Gewissen“ der Partei verkörperte. 2008 veröffentlichte er das Buch »Die Gerechtigkeitslücke«.

Schreiner war Juso-Vize und später auf Vorschlag des damaligen SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine Bundesgeschäftsführer der Partei, schied nach dem Rücktritt von Lafontaine im Herbst 1999 jedoch aus dem Amt aus. Schreiner war in der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen engagiert, ab 2000 war er bis 2012 auch AfA-Vorsitzender.

Schreiner war einer jener Sozialdemokraten, die sich bemühten, ein Gegengewicht zum Agenda-Kurs von Gerhard Schröder zu bilden. Der Parteilinke war mit einem möglichen Wechsel zur Linken in Verbindung gebracht worden. In Sachen Kooperation vertrat der Saarländer einen realistischen Kurs: „Für eine demokratische Partei“ müsse „im Prinzip jede andere demokratische Partei koalitionsfähig sein“, sagte er einmal in einem Interview.

„Der Krebs ist zurück. Ich kann aufgrund der erneuten Erkrankung diesen Wahlkampf nicht mit voller Kraft führen“, zitiert nun der Saarländische Rundfunk eine Äußerung Schreiners vom Januar. Schreiner hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

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