Gentechnik hilft nicht gegen Hunger

Mariam Mayet über die südafrikanische Agrarpolitik und den Einfluss von Monsanto

Südafrika ist auf dem afrikanischen Kontinent Vorreiter beim kommerziellen Anbau von gentechnisch-veränderten (gv) Nutzpflanzen. Über den Stand, die Herausforderungen und den Widerstand gegen die Grüne Gentechnik sprach für »nd« Andreas Bohne mit Mariam Mayet vom südafrikanischen African Centre for Biosafety (ACB). Das ACB ist eine Nichtregierungsorganisation aus Johannesburg, die sich der Förderung ökologischer landwirtschaftlicher Systeme in Afrika verschrieben hat.

nd: Als erstes afrikanisches Land machte Südafrika 1997 den Weg für genveränderte (gv) Pflanzen frei. Zurzeit werden Mais, Baumwolle und Soja genverändert angebaut. Warum übernahm Südafrika diese Vorreiterrolle?
Mayet: Weil die Voraussetzungen für Agrarkonzerne wie Monsanto gegeben waren. Der Markt war schon erschlossen, da bereits großflächig spezielle Maissorten auf industriellem Niveau angebaut wurden. Der Saatgutsektor war kommerzialisiert und die Wertschöpfungskette etabliert. Daher nutzten die Farmer fortgeschrittene Zuchtmethoden wie Hybridsaatgut. Für Monsanto war es einfach, in Südafrika ein- und vorzudringen - zuerst mit dem Kauf von zwei der größten Saatgutunternehmen und dem erfolgreichen Lobbyieren für die aus ihrer Sicht revolutionäre Technologie, ein neues und verbessertes System der Maisproduktion. Daneben besitzt Südafrika ein etabliertes geistiges Eigentumsrecht und setzte als eines der ersten Länder das TRIPS-Abkommen über geistige Eigentumsrechte der Welthandelorganisation um, welches für Unternehmen wie Monsanto natürlich vorteilhaft und profitabel ist.

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