Hans Weber 14.05.2013 / Ausland

Bittere Kohle aus Kolumbien

Deutsche Energiekonzerne ignorieren die sozialen Bedingungen im Hauptlieferland / Proteste mehren sich

Zum Hamburger Hafengeburtstag am 10. Mai 2013 organisierte das Bündnis »gegenstrom.13« eine symbolische Elbblockade mit Booten und Schiffen, um gegen den Import von Steinkohle für das im Bau befindliche Kraftwerk Hamburg-Moorburg zu protestieren. Im Land des Hauptlieferanten Kolumbien führt der Bergbau schon jetzt zu sozialen Verwerfungen.

»Keine Kohle aus Kolumbien nach Moorburg - stopp Vattenfall!« Das Motto, unter dem die Kohlekraftgegnerinnen und -gegner vergangenen Freitag in Hamburg ihre Segel setzten, ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Was für Vattenfall gilt. gilt für viele Stromkonzerne: Zu einem beträchtlichen Teil verfeuern RWE, E.ON, EnRW, STEAG Steinkohle aus Kolumbien, um Strom zu produzieren. Das südamerikanische Land wurde im Jahr 2011 der wichtigste Kohlelieferant Deutschlands. Die Bevölkerung der nördlichen Provinzen Guajira und Cesar muss allerdings mit ihrem Gesundheit und sogar ihrer Sicherheit dafür bezahlen. Die Erkrankungen der Atemwege seien in beiden Abbauregionen extrem hoch. Im Wayúu-Schutzgebiet Provincial seien bereits zehn Menschen daran gestorben, berichet, so Óscar Guariyú gegenüber »nd«. Guariyú ist Präsident der Vereinigung der indigenen Wayúu-Räte aus dem Süden der Guajira. Das ist gar nicht verwunderlich bei der enormen Staubbelastung des 69 000 Hektar großen Tagebaus Cerrejón. Die »Monster«-Mine befindet sich in den Händen von multinationalen Konzernen, nämlich Xtrata, BHB Billington und Anglo American.

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