Jörg Meyer 29.05.2013 / Inland

Vor drohender Abschiebung

Flüchtling aus Tschad erhängt sich in Eisenhüttenstadt

Nach dem Suizid im Flüchtlingslager rufen Flüchtlinge, Unterstützergruppen und Menschenrechtsorganisationen zur antirassistischen Demonstration nach Eisenhüttenstadt am 3. Juni. Sie wollen gegen die Situation in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber demonstrieren.

Ein 20-jähriger Mann aus dem Tschad hat sich am frühen Dienstagabend in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylsuchende in Eisenhüttenstadt das Leben genommen. »Der junge Mann war etwas über zwei Monate in der Erstaufnahmeeinrichtung. Das ist noch im Rahmen«, sagt Ingo Decker, Sprecher des Innenministeriums gegenüber »nd«. Das Problem sei, dass die Zahl der Asylsuchenden stark gestiegen sei und die Bearbeitung der Asylanträge nicht hinterherkäme. »Es ist der erste tragische Vorfall dieser Art in Eisenhüttenstadt«, sagt Decker. Man sei sich bewusst, dass die Situation in der Einrichtung, die sich an der Grenze ihrer Aufnahmekapazität befindet, schon seit längerem schwierig sei. Aber er werde sich nicht an Spekulationen über den Grund des Suizids beteiligen. »Wir kennen die Hintergründe nicht.« Freunde und Berater von außen hätten berichtet, Juma A. sei kaum noch aus seinem Zimmer gekommen und habe psychische Probleme gehabt, schreibt der Flüchtlingsrat Brandenburg.

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