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08.06.2013

Empörung über Tod eines Linksaktivisten

Tausende Franzosen gedachten des Opfers

Paris (AFP/nd). Die tödliche Skinhead-Attacke auf den jungen Antifaschisten Clément Méric in Paris hat in Frankreich Entsetzen und Empörung ausgelöst. Der 18-Jährige war am Donnerstag seiner schweren Verletzung erlegen, nachdem er am Vorabend von einem Rechtsextremen brutal angegriffen worden war. Tausende Menschen bekundeten auf Kundgebungen ihre Solidarität mit dem Opfer.

Staatspräsident François Hollande sprach von einer »abscheulichen Tat«, die er »auf das Schärfste« verurteile. Der Chef der konservativen Oppositionspartei UMP, Jean-François Copé, sprach von einer »barbarischen Aggression« und forderte die Auflösung aller extremistischen Gruppen, »linksextremistische wie rechtsextremistische«. Regierungschef Jean-Marc Ayrault sagte, vom Faschismus oder Nationalsozialismus »inspirierte« Bewegungen müssten »zerlegt« werden.

Laut Innenminister Manuel Valls wurden noch am gleichen Tag der »wahrscheinliche Täter« festgenommen. Der 20-Jährige gab laut Polizei bei einer ersten Vernehmung an, er habe M. nicht töten wollen. Einige der sieben Festgenommenen gehören nach Polizeiangaben zum Umfeld des »harten Kerns« der rechtsextremen Gruppe Nationalistische Revolutionäre Jugend (JNR).

Am Tatort versammelten sich hunderte Menschen und riefen mit erhobener Faust »No pasarán« (»Sie werden nicht durchkommen«). Mehrere tausend Menschen folgten am Abend dem Aufruf linker Parteien und Gruppierungen zu einer Versammlung auf dem zentralen Platz Saint Michel. Zwei Freunde des Opfers stiegen auf den dortigen Brunnen und enthüllten ein Spruchband mit dem Text »Clément, 05.06.2013, für immer einer von uns«.

Der Student der Politikwissenschaften Clément Méric, eingeschrieben an der Elite-Hochschule Sciences Po, war Gewerkschafter und wiederholt an Aktionen gegen Neonazis beteiligt.

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