08.06.2013

Russland bietet Friedenstruppe

UNO bittet um Milliarden für syrische Bevölkerung

Berlin (Agenturen/nd). Den Einsatz russischer Friedensschützer im Krisengebiet Golan hat Russlands Präsident Wladimir Putin angeboten. »Natürlich gilt das nur für den Fall, dass die regionalen Mächte daran interessiert sind und der UN-Generalsekretär uns darum bittet«, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit Offizieren in Moskau. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe die UN-Vetomacht unlängst zur Beteiligung an Blauhelmeinsätzen aufgefordert. »Eingedenk der schwierigen Situation, die heute auf dem Golan herrscht, könnten wir das abziehende österreichische Kontingent an der Demarkationslinie zwischen Israel und Syrien ersetzen«, sagte der russische Präsident laut Interfax.

Die Armeeführung Libanons warnte am gleichen Tage vor einem Übergreifen des syrischen Konfliktes. »Das Armeekommando ruft alle Bürger auf, auf der Hut zu sein vor Versuchen, Libanon zurückzuwerfen und in einen absurden Krieg hineinzuziehen«, hieß es in einer Erklärung.

Humanitäre Organisationen erließen mit der Bitte um fünf Milliarden Dollar für Not leidende Syrer den größten internationalen Hilfsappell aller Zeiten. Davon hänge deren Überleben ab, betonte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, in Genf. UNO-Schätzungen zufolge wird bis Ende dieses Jahres die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf Hilfe angewiesen sein. Diese Zahl umfasst etwa 3,45 Millionen syrische Flüchtlinge und 6,8 Millionen Menschen im Land.

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