Jirka Grahl 12.06.2013 / Sport

Hoffen auf die Generalprobe

Noch knirscht's: In 365 Tagen beginnt in Brasilien die Fußball-WM, am Sonnabend startet der Confed-Cup

In genau einem Jahr beginnt in Brasilien die Fußball-WM 2014. Von den zwölf Stadien sind erst sechs fertig, auch mit den Infrastrukturmaßnahmen sind die Gastgeber in Verzug geraten. Am Sonnabend sind erstmals alle Augen auf Brasilien gerichtet: Dann beginnt mit dem Confederations Cup die WM-Generalprobe.

Gegen Asienmeister Japan starten Brasiliens Fußballer am Sonnabend in der Hauptstadt Brasilia in den Confed-Cup, jenes FIFA-Turnier, bei dem sich die Meister der Kontinentalverbände messen, ergänzt vom Weltmeister und dem künftigen WM-Gastgeber. Das Nationalstadion in Brasilia, in dem Dante, Neymar und Co. zum Eröffnungsmatch auflaufen werden, fasst 70 000 Zuschauer, seine Errichtung hat die Steuerzahler umgerechnet 600 Millionen Euro gekostet. Nach sieben Spielen bei der WM 2014 werden sich nur noch tausend Zuschauer pro Fußballmatch dort einfinden. Brasilia steht damit symptomatisch für das Franchise-Modell »FIFA World Cup«, in dem der Fußball-Weltverband dem WM-Gastgeber nach seinem Gutdünken Auflagen erteilt und sogar eine Ausfallbürgschaft der Regierung verlangt, im Gegenzug die Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe einstreicht. Denn am Ende müssen die Ausrichter zusehen, was sie mit den Betonschüsseln anstellen.

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