Harald Neuber 11.07.2013 / Ausland

Der Fall Manning weist Edward Snowden den Weg

US-Juristin Cohn: Whistleblower drohen Einzelhaft und Folter

In der Debatte um den Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden haben US-amerikanische Experten wiederholt Kritik an der Regierung von Präsident Barack Obama geübt. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat unterdessen mehrere europäische Staaten zu Erklärungen für das Überflugverbot für Boliviens Präsidenten Evo Morales aufgefordert.

Der Fall des Whistleblowers Edward Snowden schlägt weiter hohe Wellen. »In den USA würde Edward Snowden nach einer Auslieferung wohl andauernde Einzelhaft drohen.« Diese Auffassung äußerte gegenüber »nd« Marjorie Cohn, Juraprofessorin an der Thomas-Jefferson-Fakultät für Rechtswissenschaften im kalifornischen San Diego. Darauf lasse der Fall des Militärs Bradley Manning schließen, sagte die ehemalige Vorsitzende des Juristenverbandes National Lawyers Guild. »Das Problem bei dieser Einzelhaft ist, dass sie Folter gleichkommt, weil sie früher oder später zu Halluzinationen, Katatonie (extreme seelische Anspannung, d.Red.) und sogar Suizid führen kann.« Für Snowden wäre es zudem sehr schwer, einen fairen Prozess zu bekommen, wenn man das politische Klima betrachte, das die Obama-Regierung in Bezug auf Whistleblower geschaffen habe.

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