René Heilig 30.07.2013 / Inland

Der Konzern und der »Flegel«

Warum Europas Rüstungsgigant EADS clever ist und ein Linkspartei-Abgeordneter von der Union geehrt wird

Am Montag war »Tag der Industrie« beim Euro-Hawk-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Als erster Zeuge geladen: Bernhard Gewert, Chief Executive Officer von Cassidian - kurzum, der Boss der EADS-Tochter.

Seit die Bundeswehr dem deutschen Drang in die Welt gefolgt ist, weiß sie: Um stets im Vorteil zu sein, helfen nicht nur Gefechtsfeldaufklärung und Satelliten. Man braucht ein eigenständiges fliegendes Spionagesystem, das lange über interessanten Territorien kreisen und mannigfache elektronische Informationen sammeln kann. Der größte europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS versprach die Entwicklung - doch damals, Anfang der 2000er Jahre fehlte der geeignete Träger. Die Lobbyarbeit ging los. Man gründete die Euro Hawk GmbH, übernahm 50 Prozent, die andere Hälfte kam vom US-Flugzeughersteller Northrop Grumman. Der produziert bereits den Global-Hawk-Flugroboter, in die die EADS-High-Tech-Spionage-Technik namens ISIS eingebaut werden konnte. 2007 schloss die Bundesregierung mit der Euro Hawk GmbH einen Vertrag über die Entwicklung eines Demonstrators. Verlaufe die Erprobung des Prototyps positiv, so lautete der Köder für die US-Partner, könnte man weitere vier Himmelsspione bestellen.

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